Teilkasko reguliert Feuerschaden am Auto

16.10.2019
Beschädigt ein Brand etwa im Parkhaus ein Auto, springt in der Regel eine Teilkasko-Versicherung ein. Wer die nicht hat, muss seine Ansprüche in Eigenregie durchsetzen - das gilt auch für Auslagen.
Bei einem Brand bleibt vom Auto manchmal nicht mehr viel übrig - den Schaden können Fahrer ihrer Teilkaskoversicherung melden. Foto: David Young/dpa/dpa-tmn
Bei einem Brand bleibt vom Auto manchmal nicht mehr viel übrig - den Schaden können Fahrer ihrer Teilkaskoversicherung melden. Foto: David Young/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wird ein Auto etwa in einem Parkhaus durch einen Brand beschädigt, können Besitzer sich an ihre Teilkaskoversicherung wenden. Den Schaden müssen die Betroffenen ihrer Versicherung melden.

Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Das gilt generell für alle Brand-, Sturm- Glas- und Hagelschäden.

Ansprüche in Eigenregie geltend machen

Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung hat, kann seinen Schaden nur in Eigenregie oder mit Hilfe eines Rechtsanwaltes gegenüber dem Verursacher geltend machen. «Da ist der erste Ansprechpartner die Polizei», sagt Kathrin Jarosch vom GDV.

Denn wer dann haftet, muss geklärt werden. Das kann der Parkhausbetreiber sein, wenn etwa Mängel am Gebäude zum Brand führten. Oder auch die Kfz-Haftpflichtversicherung eines Autos, das als Brandherd ausgemacht wird, nennt Jarosch Beispiele.

Wer zahlt für den Ausfall des Autos?

Der Verursacher kann grundsätzlich auch für Auslagen zu belangen sein, die Autofahrern infolge des Brandes entstehen. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für Zugtickets, wenn das Auto nicht mehr zu benutzen oder aufgrund des Feuers nicht mehr zugänglich ist. Dies müsse jedoch immer im Einzelfall geprüft werden. «Teilkaskoversicherungen bieten solche Zusatzleistungen in der Regel nicht an», sagt Jarosch.

Die Teilkasko wird generell versuchen, sich ihre Kosten vom tatsächlichen Verursacher zurückzuholen. Die Versicherung kann freiwillig abgeschlossen werden und ist in einer Vollkasko, die zum Beispiel auch selbst verursachte Schäden reguliert, bereits enthalten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In guten Händen wohl behütet: Doch welchen Versicherungsschutz brauchen Autofahrer, damit ihr vierrädriger Begleiter so gut abgesichert ist? Foto: Robert Günther/dpa-tmn Ein Versicherungs-ABC für Autofahrer Versicherer gibt es unzählige, und alle haben andere Konditionen und Preise. Welche sind für Autofahrer aber sinnvoll? Und wie sollte man sich bei einem Unfall ihnen gegenüber verhalten?
Elektrisches Durchhaltevermögen im Blickpunkt: Wie hoch ist Lebensdauer des Akkus? Foto: Florian Schuh Welche Versicherungen sich für E-Autos eignen Bei Elektroautos ist vieles anders: Strom statt Sprit, E-Motor statt Verbrenner und der klassische Ölwechsel entfällt auch. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist aber weiter nötig. Wer zudem eine Vollkasko möchte, kann spezielle Angebote nutzen - lohnt sich das?
Teurer oder günstiger? Bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags für die Kfz-Haftpflicht spielt auch die sogenannte Typklasse eine Rolle. Foto: Robert Günther/dpa-tmn Neue Typklasse für jeden vierten Autohalter Wird meine Autoversicherung im nächsten Jahr billiger oder muss ich tiefer in die Tasche greifen? Eine Rolle bei Beitragsänderungen spielen die jährlich neu berechneten Typklassen.
Wie viel die Autoversicherung kostet, hängt vom Wohnsitz des Halters ab. Der ist maßgeblich für die Regionalklasse, in die man eingestuft wird. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Kfz-Versicherung wird für viele Autofahrer günstiger Wo es häufiger kracht, ist die Versicherung für das Auto meist teurer. Von den neuen Regionalklassen profitieren Autofahrer im Norden und Osten. Ein Bundesland schneidet besonders schlecht ab.