Straßenverkehr: So riskieren Radelnde die Fahrerlaubnis

25.04.2022
Gutes Wetter und teures Benzin lassen viele vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. Auch auf dem Drahtesel gelten allerdings die Verkehrsregeln. Wer die nicht beachtet, riskiert sogar seine Fahrerlaubnis.
2022: Auch für Fahrradfahrer gelten Gesetze im Straßenverkehr. Wer zuwider handelt, riskiert sogar den Autoführerschein. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
2022: Auch für Fahrradfahrer gelten Gesetze im Straßenverkehr. Wer zuwider handelt, riskiert sogar den Autoführerschein. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Kiel (dpa/tmn) - Genau wie das Auto ist das Fahrrad laut Straßenverkehrsordnung ein Fahrzeug. Mit wenigen Ausnahmen gelten also für beide die bekannten Verkehrsregeln. Darauf weist die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer hin. Wer sich nicht daran hält, kann sich auch auf dem Fahrrad Punkte in Flensburg einhandeln.

Schlimmstenfalls kann sogar die Fahrerlaubnis entzogen werden. Dann ist auch das Fahren eines Autos nicht mehr erlaubt. Um die Erlaubnis nach der Sperrfrist wiederzubekommen, ist oft eine teure Medizinisch-Psychologische Untersuchung nötig.

So riskiert seine Fahrerlaubnis, wer mit zu viel Promille im Blut mit dem Rad Schlangenlinien fährt. Liegt die Grenze hinter dem Steuer bei 0,5 Promille, ist sie auf dem Fahrrad mit 1,6 Promille allerdings mehr als dreimal so hoch.

Auch wenn sich ein Radfahrer als Unfallbeteiligter vom Unfallort entfernt, ohne seine persönlichen Daten zu hinterlassen, begeht er Unfallflucht und macht sich strafbar.

© dpa-infocom, dpa:220425-99-37716/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ausgezeichnet und verpflichtend: Das runde Verkehrszeichen Nummer 236 markiert einen Radweg, der für Fahrradfahrer verbindlich zu nutzen ist. Foto: Uli Deck/dpa/dpa-tmn Wo dürfen Radler tatsächlich fahren Radfahrer und Autofahrer würden sich im Verkehr am liebsten aus dem Weg gehen. Wo gut ausgebaute Radwege fehlen, kommt es oft zu Streit. Dabei sind die Regeln eindeutig.
Die Stimmung auf Deutschlands Straßen ist gereizt. Besonders wenig Verständnis herrscht zwischen Rad- und Autofahrern. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorst/dpa Fahrrad vs. Auto: Der alltägliche Kampf auf den Straßen In den Städten wird es enger, die Aggressivität bei den Verkehrsteilnehmern steigt. Für Radfahrerinnen und Radfahrer wird es dabei schnell gefährlich. Zwei von ihnen berichten von vergeblichen Versuchen, sich juristisch zu wehren.
Am 3. Juni ist der Weltfahrradtag. Foto: Gregor Bauernfeind/dpa Mit dem Fahrrad durch die Stadt: populäre Irrtümer Wer mit dem Rad unterwegs ist, muss sich wie Autofahrer an viele Verkehrsregeln halten. Doch müssen Radwege immer genutzt werden? Ist Absteigen am Zebrastreifen zwingend? Und ist es erlaubt, während der Fahrt Musik zu hören?
Tobias Goldkamp ist Fachanwalt für Verkehrsrecht. Foto: Peter Weihs/Breuer Klingen Goldkamp/dpa-tmn Gefahr am Gleis: Das richtige Verhalten am Bahnübergang An Bahnübergängen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Das liegt oft am Leichtsinn, aber auch an der Art der Schranken. Denn an bestimmten Übergängen ist das Risiko besonders hoch.