Straße kann für Motorräder zur Rutschbahn werden

02.10.2020
Trotz Sonne und Wärme: Der Herbst ist da, auch auf den Straßen. Gerade Motorradfahrer sollten die Rutschgefahr im Visier haben.
Der Boden wird immer kälter. Motorradfahrer müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig fahren. Foto: Judith Michaelis/dpa-tmn
Der Boden wird immer kälter. Motorradfahrer müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig fahren. Foto: Judith Michaelis/dpa-tmn

Erfurt/ Essen (dpa/tmn) – Auch wenn von oben die Sonne knallt – auf der Fahrbahn ist es meist wesentlich kühler. Da kann es schnell rutschig werden. Das gilt erst recht, wenn die Straße durch schattige Waldgebiete führt und Laub auf dem Boden liegt, mahnt der Tüv Thüringen.

Die Reifen können dann nicht optimal greifen. Gerade bei zügiger Kurvenfahrt rutschen Motorräder schnell weg, selbst die elektronischen Fahr- und Assistenzsysteme können in so einem Fall nicht mehr viel ausrichten. Geschwindigkeitslimits sollten unbedingt eingehalten werden. Auch Morgentau kann die Straße in eine Rutschbahn verwandeln sowie Splitt oder Schmutz von Erntefahrzeugen.

Vorsicht auch bei schwer einsehbaren Stellen: Oft hat man sorgfältig die Vorfahrt beachtet, und keiner ist jemand gekommen. Irgendwann werde man nachlässig, weiß das Institut für Zweiradsicherheit. Deshalb raten die Experten: Aufmerksam bleiben. Es sei ein Irrtum zu glauben, man könne schnell vorbeihuschen: Einspurfahrzeuge hätten in der Regel längere Bremswege als ein Auto und bräuchten meist mehr Raum zum Ausweichen.

© dpa-infocom, dpa:201002-99-798176/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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