Steckachsen lösen Schnellspanner bei Fahrrädern ab

19.08.2019
Steckachsen kommen aus dem Mountainbike-Sport. Langsam verdrängen die stabilen Bolzen aber auch an Renn- oder Alltagsrädern die dünnen Schnellspanner. Warum das?
Stabil gesteckt und verschraubt: Steckachsen sind auch den hohen einseitig auftretenden Kräften von Scheibenbremsen gewachsen. Foto: Phil Pham/pd-f.de
Stabil gesteckt und verschraubt: Steckachsen sind auch den hohen einseitig auftretenden Kräften von Scheibenbremsen gewachsen. Foto: Phil Pham/pd-f.de

Göttingen (dpa/tmn) - Schnellspanner halten die Laufräder vieler Drahtesel sicher im Rahmen und zwischen den Gabelholmen. Doch spätestens seit es Scheibenbremsen gibt, reicht die Stabilität, die die fünf Millimeter dünnen Schnellspanner bieten, oft nicht mehr aus, erklärt der Pressedienst Fahrrad.

Deshalb finden sich an immer mehr Rädern statt Schnellspannern sogenannte Steckachsen, die ursprünglich aus dem Mountainbike-Bereich kommen. Die dicken Steckachsen (12 bis 20 Millimeter) sind durch ihre deutlich größere Stabilität beispielsweise den hohen einseitig auftretenden Kräften von Scheibenbremsen viel besser gewachsen. Außerdem erhöhen sie die Lenkpräzision, so die Experten.

Ein weiterer Vorteil: Anders als bei Schnellspannern können Laufräder mit Steckachsen nicht versehentlich schräg montiert werden. Die Laufräder sind immer passend ausgerichtet. Dadurch kommt es etwa nur noch höchst selten zu Bremsenschleifen.

Eigentlich müsste es Schraub- und nicht Steckachse heißen, erklären die Experten weiter. Denn je nach Ausführung kann zwar ein vom Schnellspanner bekannter Hebel zum Festziehen installiert sein. Aber meist werden Steckachsen zum Fixieren durch dafür vorgesehene Öffnungen gesteckt und in ein Gewinde eingeschraubt. Deshalb gibt es an Rahmen und Gabel auch keine nach unten offenen Ausfallenden mehr, wie sie zum «Einlegen» von Rädern mit Schnellspannern nötig sind.

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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