Stärken und Schwächen des Renault Captur I im Alter

16.06.2020
Der Renault Captur rollt seit über einem halben Jahrzehnt auf unseren Straßen. Was kann der kleine Crossover als Gebrauchter?
Kleiner Rustikaler: Beim Captur mixt Renault Kleinwagen und SUV zusammen. Foto: Renault/dpa-tmn
Kleiner Rustikaler: Beim Captur mixt Renault Kleinwagen und SUV zusammen. Foto: Renault/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Man nehme die Technik des Clios, bocke den Kleinwagen ein bisschen auf, style ihn um und gönne ihm gute Platzverhältnisse: So entstand Renaults Crossover Captur, ein für seine Größe vielseitiges Auto. Auch bei der Hauptuntersuchung (HU) schneidet er gut ab: Im «Auto Bild Tüv Report 2020» wird er als «glasklare Empfehlung» beschrieben.

Modellhistorie: Der Captur kam 2013 auf den Markt, vier Jahre später folgte die Modellpflege mit neuem LED-Tagfahrlicht und Nachbesserungen bei der kritisierten Verarbeitungsqualität. Seit Anfang 2020 ist die zweite Generation im Handel.

Karosserievarianten: Der Renault ist ein Crossover, vereint also die Merkmale mehrerer Aufbauformen in einem Fahrzeug: minivan-artig sind das Platzangebot und die verschiebbare Rückbank - Bauhöhe und Bodenfreiheit kommen vom SUV. Varianten gibt es nicht.

Abmessungen: 4,12 m x 1,78 m x 1,57 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 377 l bis 1235 l.

Stärken: Das Fahrwerk ist - typisch französisch - komfortabel, der Innenraum flexibel. Und bei der HU schlägt sich das Modell «bemerkenswert gut», so der Tüv. Kaum Mängel in Sachen Federn, Dämpfer, Antriebswellen und Lenkung. Bremsleitung und -scheiben sind demnach ebenfalls vorbildlich. Kein Thema: Ölverlust an Getriebe oder Motor.

Schwächen: Die Verarbeitungsqualität älterer Exemplare und in Sachen HU vor allem die Radaufhängungen: Bei älteren Exemplaren, die zur zweiten HU vorfuhren, liegt die Mängelquote hier deutlich über dem Durchschnitt, gleiches gilt für die Bremsschläuche. Bei der ersten Prüfung nur leicht auffällig: Fußbremse und Beleuchtung.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: «Der Captur schneidet gut bis sehr gut ab.» Pannenschwerpunkte hat der Club keine zu vermelden. Dafür gab es bislang zwei Rückrufe: Probleme mit dem NOx-Speicherkat bei Dieselmodellen und falsch montierte Radhausschalen. So konnten sich laut Tüv-Report Bremsschläuche durchscheuern.

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 66 kW/89 PS bis 110 kW/150 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 66 kW/89 PS und 81 kW/110 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Captur 0.9 TCe 90 eco Expression Energy (2015); 66 kW/89 PS (Dreizylinder); 72 000 Kilometer; 7475 Euro.

- Captur 1.2 TCe 120 Dynamique Energy (2016); 87 kW/118 PS (Vierzylinder); 59 000 Kilometer; 10 050 Euro.

- Captur 1.5 dCi 90 eco Luxe (2013); 66 kW/89 PS (Vierzylinder); 117 000 Kilometer; 7525 Euro.

© dpa-infocom, dpa:200615-99-434746/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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