Sportoptik zum Spartarif? Bremssattel beim Auto lackieren

18.03.2016
Sie stechen hinter polierten Felgen in knalligen Farben hervor und sollen zeigen: Dieses Auto ist sportlich. Farbige Bremssattel kann man nicht nur kaufen. Auch Nachlackieren ist möglich, wenn man ganz genau weiß, was man macht.
Farbige Bremssattel heben sich markant hinter den Felgen ab und geben dem Auto eine sportliche Optik. Foto: Roland Weihrauch
Farbige Bremssattel heben sich markant hinter den Felgen ab und geben dem Auto eine sportliche Optik. Foto: Roland Weihrauch

Landsberg (dpa/tmn) - Orange, metallic-blau oder knallrot: Markant gefärbte Bremssattel geben Autos eine sportliche Optik. Diese Teile kann man nicht nur kaufen - auch Nachlackieren ist eine Möglichkeit.

«Der Lack macht dem Sattel in der Regel nichts aus», erklärt Helmut Klein vom ADAC-Technikzentrum Landsberg. Aber Vorsicht: Einfach so drauf loslackieren sollte man keinesfalls. «Wer sich nicht perfekt auskennt, lässt davon die Finger», betont der Experte.

Bremsen sind elementar für die Sicherheit des Autos. Rund um die Bremssattel liegen sensible Teile. Dazu zählen die Bremsbeläge, die sich im Sattel befinden. «Kommt da Lack drauf, kann die Bremswirkung beeinträchtigt werden», sagt Klein. Es gebe viele Stellen, bei denen Lackspritzer für Funktionsstörungen mit Folgeschäden sorgen können, darunter Dichtflächen im Kolbenbereich, erläutert der Fachmann.

Darum sollte der Bremssattel auf jeden Fall ausgebaut werden, ehe Lack draufkommt. Das lässt sich etwa bei einer Bremseninstandsetzung in der Werkstatt gleich mit beauftragen. Die Experten dort bauen den Bremssattel nach dem Lackieren auch wieder fachgerecht ein. Denn das geht ebenfalls nicht ohne weiteres: «Bremssattel und alle Anbauteile müssen immer mit dem vorgegebenen Drehmoment angezogen werden.»

Beim Lackieren selbst sollte eine Lackpistole zum Einsatz kommen. Aufgepinselter Lack wird oft ungleichmäßig dick aufgetragen. «Das sieht dann oft nicht sonderlich gut aus», sagt Klein.


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