So teuer können Schnee und Eis für Autofahrer werden

11.01.2021
Schnee kann Autoscheiben verdecken, aber auch Verkehrsschilder. Beides kann am Ende dazu führen, dass es für Autofahrer teuer wird.
Immer schön freiräumen: Wer seine Windschutzscheibe nicht vollständig von Eis und Schnee befreit, riskiert laut ADAC ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. Foto: Bodo Marks/dpa-tmn
Immer schön freiräumen: Wer seine Windschutzscheibe nicht vollständig von Eis und Schnee befreit, riskiert laut ADAC ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. Foto: Bodo Marks/dpa-tmn

München (dpa/tmn) – Viel Schnee auf den Straßen kann Autofahrern zu schaffen machen - und im Zweifel auch ins Geld gehen. Denn wer sich nicht an einige Regeln hält, muss laut ADAC mit Bußgeldern rechnen.

Die Scheiben und Außenspiegel am Auto zum Beispiel müssen bei eisiger Witterung freigekratzt werden - nicht erlaubt ist, dabei den Motor laufen zu lassen, erläutert der Automobilclub. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro.

Außerdem müssen Fahrzeuge komplett vom Schnee befreit werden, auch hier drohen sonst Bußgelder. 5 Euro kostet ein vom Schnee bedecktes Kennzeichen, bei einer nicht vollständig freigekratzten Frontscheibe sind es 10, bei einem verschneiten Fahrzeugdach sogar bis zu 80 Euro.

Was tun bei zugeschneiten Verkehrszeichen?

Sind Verkehrsschilder zugeschneit, aber anhand ihrer Form noch erkennbar, so bleiben sie gültig. Beim achteckigen Vorfahrtsschild ist das einfach. Zum Beispiel runde Zeichen dagegen können mehrere Bedeutungen haben - sind sie zugeschneit oder stark verdreckt, kann nicht erwartet werden, dass Verkehrsteilnehmer sie befolgen.

Wird ein Autofahrer geblitzt, muss er den Angaben zufolge allerdings im Nachhinein beweisen, dass ein Schild nicht zu erkennen war. Beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ist dann ein Wettergutachten vorzulegen, das es kostenpflichtig beim Wetterdienst gibt.

Ortskundige wiederum, die zum Beispiel die lokal vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennen, müssen sich auch ohne gut lesbares Schild daran halten. Wer zum Beispiel auf seinem üblichen Weg zur Arbeit geblitzt wird, kann sich nicht auf zugeschneite Schilder berufen.

Kein Knöllchen bei zugeschneitem Parkausweis

Wird das Auto allerdings während des Einkaufs zugeschneit und sind somit korrekt hinter der Frontscheibe platzierte Parkausweise oder Parkscheiben nicht mehr sichtbar, gibt es laut ADAC kein Knöllchen.

© dpa-infocom, dpa:210111-99-982781/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer mit dem E-Tretroller im öffentlichen Straßenverkehr fahren will, braucht ein Versicherungskennzeichen zum Aufkleben. Foto: Elke A. Jung-Wolff/GDV/dpa-tmn Alles über die neuen E-Tretroller Künftig dürfen Elektro-Tretroller in Deutschland im Straßenverkehr fahren. Aber nicht jedes Modell bekommt eine Zulassung. Worauf müssen Käufer achten, um legal und sicher zu rollern?
Innerorts mit zu hohem Tempo geblitzt? Seit dem 28. April droht ab 21 km/h zu viel ein Fahrverbot, davor lag die Grenze höher. Betroffene Fahrer können wegen möglicher Formfehler in der Änderung der Straßenverkehrsordnung aber Einspruch gegen den Bescheid einlegen. Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn Wirrwarr um StVO-Novelle: So legen Sie richtig Einspruch ein Rechtsunsicherheiten könnten Änderungen der Straßenverkehrsordnung ganz oder in Teilen nichtig machen. Wem deswegen nun Bußgelder, Punkte oder Fahrverbote drohen, kann Einspruch einlegen - aber wie?
Zarte Zeichen zeugen im Schnee vom gelungenen Aufbruch: Wer bei eiskalten Temperaturen problemlos starten will, braucht eine fitte Batterie. Foto: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn Mit Vaseline und gutem Gummi - so wird das Auto winterfit Es wird kalt in Deutschland. Damit Autofahrer gut durch die nächsten Monate kommen, sollten sie ihren Wagen auf Eis und Schnee vorbereiten. Oft ist nicht einmal ein Werkstattbesuch notwendig.
Eine Laderaumabdeckung kann verhindern, dass sich das Gepäck selbstständig macht. Foto: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn So beladen Sie das Auto richtig Egal, ob nach dem Einkauf im Baumarkt oder Möbelhaus und vor der Fahrt in den Urlaub: Nur wer sein Auto richtig belädt, vermeidet Bußgelder und fährt auch sicher.