So fit ist der Mitsubishi Outlander II im Alter

23.07.2019
Mitsubishis Outlander ist über die Jahre etwas nebensächlich geworden. Dabei verdient der kompakte SUV mehr. Seine Qualitäten als Geländewagen lassen vielleicht zu wünschen übrig, aber dafür zeichnet er sich durch andere Stärken aus. Ein Überblick:
Auf bewährten Pfaden: Auch im siebten Jahr nach seinem Debüt rollt Mitsubishi den Outlander zu den Kunden. Foto: Christian Bendel/Mitsubishi/dpa-tmn
Auf bewährten Pfaden: Auch im siebten Jahr nach seinem Debüt rollt Mitsubishi den Outlander zu den Kunden. Foto: Christian Bendel/Mitsubishi/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Technologisch ist der Mitsubishi Outlander ein Vorreiter: Bereits 2014 brachte der japanische Hersteller das SUV in der Version mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV) als andere Automarken bei den SUVs noch kaum auf Elektrifizierung setzten. Mittlerweile hat sich das geändert, und der Outlander kommt mit Blick auf die Hauptuntersuchung (HU) in die Jahre.

- Modellhistorie: Zehn Zentimeter länger als der Vorgänger kam der Outlander II 2012 zu den Händlern. Die erste Modellpflege brachte dem 4,70 Meter langen SUV 2015 eine überarbeitete Karosserie sowie bessere Geräuschisolierung. Seit der zweiten Modellpflege von 2018 fährt der Outlander mit stärkeren Motoren, der PHEV bekam eine größere Batterie.

- Abmessungen: 4,70 m x 1,80 m x 1,71 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 141 l (bei aufgestellter dritter Sitzreihe) bis 1613 l.

- Karosserievarianten: Fünftüriges Kompakt-SUV ohne Varianten.

- Stärken: Ordnung halten. Dank vieler Ablagen findet alles, was mitfährt, seinen Platz. Der Innenraum ist geräumig. Bei der HU schneidet das Japan-SUV laut «Auto Bild Tüv Report 2019» vor allem bei Lenkung und Achsaufhängung bis zum dritten Prüftermin im Fahrzeugalter von sieben Jahren besser ab als der Durchschnitt.

- Schwächen: Anders als vielleicht erwartbar, hält sich selbst bei den Allradversionen das Offroad-Talent in Grenzen. Lange Federwegen sorgen für seitliches Wanken. Bei der HU machen ab dem zweiten Termin defekte Spurstangenköpfe und verschlissene Bremsscheiben Sorgen. Bereits bei der ersten HU fallen Feststellbremse und Ölverlust auf. Die Abgasuntersuchung wird überdurchschnittlich oft nicht bestanden.

- Pannenverhalten: Wegen gesunkener Zulassungszahlen wird das SUV nicht mehr in der ADAC-Pannenstatistik veröffentlicht, weswegen der Club keine allgemeinen Aussagen trifft. In früheren ADAC-Statistiken zeigte das Modell mittlere bis gute Werte. Zuletzt fiel er vor allem mit defekten Batterien auf (Baujahre 2010 sowie 2012 bis 2014).

- Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 110 kW/150 PS; Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb, zum Modelljahr 2019 aus dem Programm genommen): 110 kW/150 PS; PHEV (Allrad): 89 kW/121 PS (Benziner) plus zwei E-Motoren von je 60 kW/82 PS an Hinter- und Vorderachse (2012 bis 2018); 99 kW/135 PS (Benziner) und E-Motor mit 60 kW/82 PS an der Vorder- und E-Motor mit 70 kW/95 PS an der Hinterachse (seit 2018).

- Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Outlander PHEV (2014); 89 kW/121 PS + 60 kW/82 PS + 60 kW/82 PS; 90.000 Kilometer; 17.750 Euro. - Outlander 2.2 DI-D 4WD (2012); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 141.000 Kilometer; 10.600 Euro - Mitsubishi Outlander 2WD (2017); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 41.000 Kilometer; 16.350 Euro


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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