Sicher in der Spur: Vorteile der Vierradlenkung

10.05.2016
Es klingt zunächst einleuchtend: Wenn ein Auto nicht nur mit den Vorderrädern, sondern auch mit den Hinterrädern gelenkt wird, fährt es besser. Doch welche Vorteile bringt eine Allradlenkung?
Mit Vierradlenkung bleibt das Auto besser in der Spur. Foto: Jens Büttner
Mit Vierradlenkung bleibt das Auto besser in der Spur. Foto: Jens Büttner

Essen (dpa/tmn) - Die Vierradlenkung, auch Allradlenkung genannt, soll für mehr Fahrdynamik, mehr Sicherheit und mehr Komfort sorgen. Frei nach dem Motto: Die vorderen Räder lenkt der Mensch, die hinteren Räder die Elektronik. Doch was bringt eine Vierradlenkung genau?

Vor allem bei plötzlichen Ausweichmanövern oder wenn ein Auto besonders stark gebremst wird, kann die Elektronik eingreifen und die Hinterräder abhängig vom Lenkwinkel der Vorderräder einschlagen, erklärt der Tüv Nord.

Die gezielten Lenkbewegungen der Hinterräder halten das Fahrzeug besser in der Spur. Außerdem reduziert sich der Wendekreis, wenn alle vier Räder lenkbar sind und die Hinterräder bei geringem Tempo entgegen dem Lenkwinkel der Vorderräder etwas eingeschlagen werden. Ein weiterer Vorteil soll sich für die Passagiere im Fond ergeben, die durch die zusätzliche Lenkung der hinteren Räder bei Kurvenfahrten weniger Drehbewegungen verspüren.

Die Technik, Autos mit vier lenkfähigen Rädern auszurüsten, ist nicht neu. Sie reicht zurück in die 30er Jahre, als Mercedes Geländefahrzeuge damit ausgestattet hatte, um eine bessere Rangierfähigkeit auf engstem Raum zu ermöglichen. Bei Pkw in der Serienproduktion spielte die Vierradlenkung erstmals Ende der 80er Jahre eine Rolle. Honda, BMW und Renault gehörten zu den ersten Herstellern, welche die Vorteile der Vierradlenkung erkannten und in Modellen der gehobenen Klassen entweder als Sonderausstattung oder sogar ab Werk in Serie lieferten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Nicht vergessen: In vielen Ländern wird für die Benutzung von Autobahnen eine Maut fällig. Foto: Andrea Warnecke Was Autofahrer bei Reisen ins Ausland beachten sollten Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeldkatalog noch vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur mit dem Tempo sollten Autofahrer im Ausland aufpassen. Es gibt noch mehr zu beachten.
Freie Fahrt: Sind keine speziellen Radampeln vorhanden, gelten für Radler ab 2017 nicht die Fußgänger-, sondern die Fahrverkehrsampeln. Foto: Bodo Marks Was sich 2017 im Straßenverkehr ändert 2017 bringt auch für den Straßenverkehr einige Neuerungen mit sich. Vor allem radelnde Eltern dürften sich freuen: Sie dürfen ihren Nachwuchs künftig auch auf dem Fußweg begleiten.
Laut StVO müssen einander entgegenkommende Fahrzeuge, die jeweils nach links abbiegen wollen, voreinander abbiegen. Foto: Marijan Murat Müssen Linksabbieger voreinander abbiegen? Kaum ein Fahrmanöver sorgt unter Autofahrern für derart viel Verwirrung wie das Linksabbiegen. Manche Verkehrsteilnehmer beharren darauf, nacheinander die Kreuzung zu überqueren. Doch was sieht die StVO vor?
Und plötzlich steht man im Stau. Foto: Jan Woitas Stau-Tipps für Auto-Urlauber Die Sommerreisewelle rollt - hoffentlich. Denn mit stockendem Verkehr und langen Staus auf den Autobahnen müssen sich Autoreisende in den nächsten Wochen einstellen. Doch wie bereitet man sich auf den absehbaren Stillstand vor und was ist in einem Stau zu beachten?