Schleichende Abnutzung: Kaputte Stoßdämpfer stören ESP

30.03.2022
Weniger Komfort, erhöhtes Unfallrisiko: Marode Schwingungsdämpfer am Auto bergen Extra-Gefahren. Der Tüv Süd rät deshalb, sie regelmäßig fachmännisch kontrollieren zu lassen.
Taugen die noch? Ja, sieht gut aus. Diese Stoßdämpfer sind noch in Schuss und beeinträchtigen die Funktion von ESP und Co. nicht. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Taugen die noch? Ja, sieht gut aus. Diese Stoßdämpfer sind noch in Schuss und beeinträchtigen die Funktion von ESP und Co. nicht. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Verschlissene Stoßdämpfer stören die Funktion von wichtigen Sicherheitssystemen im Auto. Darauf weist der Tüv Süd hin und rät zur regelmäßigen Wartung der auch Schwingungsdämpfer genannten Bauteile – sofern dies im Inspektionsumfang nicht ohnehin vorgesehen ist. 

Elektronische Fahrassistenzsysteme wie ABS (Antiblockiersystem),ASR (Antischlupfregelung) oder ESP (Elektronische Stabilitätskontrolle) sind laut Tüv auf ein intaktes Fahrwerk abgestimmt. Das ermöglicht so in möglichst vielen Fahrsituationen sichere Bodenhaftung. Mangelhafte Dämpfer aber können die Funktion der Helfer stark beeinträchtigen. Dabei wächst die Unfallgefahr mit zunehmender Beladung, etwa wenn es in den Urlaub geht. 

Zum turnusmäßigen Check rät der Tüv auch deshalb, weil Stoßdämpfer nur allmählich ihre Wirkung verlieren und Autofahrer dies oft nicht bemerken. Ist die schleichende Abnutzung fortgeschritten, leidet nicht nur der Fahrkomfort, sondern das Auto neigt in Kurven oder bei Ausweichmanövern zum Schlingern und der Bremsweg verlängert sich, warnt der Tüv. Zudem verschleißen die Reifen schneller und ungleichmäßig.

© dpa-infocom, dpa:220329-99-715757/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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