Rettungsgasse gut vorbereiten

05.08.2020
Wenn das Martinshorn ertönt, wird es hektisch auf der Autobahn. Oft versuchen Autofahrer dann in letzter Minute eine Rettungsgasse zu bilden. Oft mit wenig Erfolg. Das geht auch anders.
Mit der Bildung einer solchen Rettungsgasse sollte man möglichst früh beginnen - also noch bevor die Autos stehen. Foto: Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn
Mit der Bildung einer solchen Rettungsgasse sollte man möglichst früh beginnen - also noch bevor die Autos stehen. Foto: Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Einsatzfahrzeuge brauchen viel Platz. Die Sachverständigenorganisation Dekra rät Autofahrern daher schon frühzeitig mit der Vorbereitung einer Rettungsgasse zu beginnen. Wenn sich ein Stau abzeichnet sei es Zeit, mehr Abstand zu halten.

Kommt es zum Stillstand, könne man so leichter zur Seite fahren.

Spätestens sobald Fahrzeuge auf Autobahnen oder mehrspurigen Landstraßen Schrittgeschwindigkeit fahren, sollten Autofahrer auf dem linken Fahrstreifen ganz links und auf dem rechten Fahrstreifen ganz rechts fahren.

Wenn ein Einsatzfahrzeug die Gasse durchfahren hat, wird sie gerne aufgelöst. Dies ist laut Dekra aber ausdrücklich nicht sinnvoll. Meistens folgen dem ersten Fahrzeug weitere. Die Gasse sollte also erst dann aufgelöst werden, wenn der Verkehr wieder rollt.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-49756/2

Tipps von Dekra


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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