Renault elektrifiziert nun auch Clio, Mégane und Captur

16.07.2020
Mit dem Zoe hat Renault Deutschlands aktuell meist verkauftes E-Auto am Start. Nun wollen die Franzosen auch die Modelle Clio, Mégane und Captur elektrifizieren.
Elektrisches Trio: Die Modelle Clio, Captur und Mégane (von links nach rechts) bietet Renault künftig auch mit eletrifiziertem Hybridantrieb an. Foto: Lacliente/Renault/dpa-tmn
Elektrisches Trio: Die Modelle Clio, Captur und Mégane (von links nach rechts) bietet Renault künftig auch mit eletrifiziertem Hybridantrieb an. Foto: Lacliente/Renault/dpa-tmn

Brühl (dpa/tmn) - Renault elektrifiziert seine Modellpalette weiter. Nach dem Zoe legt der französische Autohersteller nun auch seine erfolgreichsten Verbrenner an die Leine: Mégane und Captur gibt es auch als Plug-in-Hybride, im Clio startet ein konventioneller Hybrid.

Auf dem Papier stehen minimal 1,3 Liter Normverbrauch

Basis ist in allen Fällen ein 1,6 Liter großer Benziner mit 67 kW/91 PS, der mit zwei E-Motoren und einem Pufferakku kombiniert wird. Der größere Elektromotor ist für den eigentlichen Antrieb zuständig, der kleinere dient dem Start des Benziners.

Beim Clio haben die Stromer 15 kW/20 PS und 36 kW/49 PS und die Batterie eine Kapazität von 1,2 kWh. Für Captur und Mégane beziffert Renault die Eckwerte auf 25 kW/34 PS und 49 kW/67 PS sowie 9,8 kWh.

Die beiden Plug-in-Hybride erreichen so eine Systemleistung von 116 kW/158 PS und können bei Geschwindigkeiten von maximal 135 km/h bis zu 52 Kilometer weit rein elektrisch fahren. Der Normverbrauch sinkt so für den Captur auf 1,5 Liter (34 g/km CO2). Beim zunächst nur als Kombi lieferbaren Mégane stehen 1,3 Liter (28 g/km) im Datenblatt.

Die Preise beginnen bei 32 753 Euro für den Geländewagen Captur und 34 108 Euro für den Kombi. Das sind jeweils rund 10 000 Euro mehr als bei einem vergleichbaren Benziner unter der Haube.

Der Kleinwagen muss ohne Stecker auskommen

Deutlich kleiner ist der Effekt beim Clio, der ohne Ladestecker auskommen muss. Dort liegt die Systemleistung bei 103 kW/140 PS, die Akkukapazität schrumpft auf 1,2 kWh. Damit kommt der Kleinwagen zwar nur wenige Kilometer weit und kann bei einem Spitzentempo von 75 km/h jenseits der Stadtgrenzen kaum mehr elektrisch fahren. Der Verbrauch geht aber trotzdem deutlich zurück: Er liegt nach Renault-Angaben bei 3,6 Litern (82 g/km CO2).

Außerdem ist der Aufpreis geringer als bei den anderen beiden Modellen: Der Hybrid-Clio kostet mindestens 21 875 Euro und ist damit rund 5000 Euro teurer als ein vergleichbarer Benziner.

© dpa-infocom, dpa:200716-99-820272/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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