Regeln vor Bahnübergängen: Mäßiges Tempo und Überholverbot

03.08.2021
Unfälle an Bahnübergängen sind selten. Aber wenn sie passieren, haben sie meist katastrophale Folgen. Autofahrer sind daher gut beraten, die geltenden Regeln zu kennen - und nicht zu ignorieren.
Autofahrer sollten an Bahnübergängen vorsichtig sein. Zwar passieren Unfälle dort selten, doch wenn sind die Folgen meist heftig. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn
Autofahrer sollten an Bahnübergängen vorsichtig sein. Zwar passieren Unfälle dort selten, doch wenn sind die Folgen meist heftig. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn

Erfurt (dpa/tmn) - Auch wenn es keine Schranke oder Halbschranke gibt, dürfen sich Verkehrsteilnehmer einem Bahnübergang nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. Und bei einem herannahenden Zug, der durch rot- oder gelb blinkendes Licht angezeigt wird, muss immer angehalten werden, betont der Tüv Thüringen.

Zwar seien Unfälle an Bahnübergängen selten und die Zahlen seit Jahren rückläufig, so die Organisation. Doch pro Jahr würden weiterhin mehr als 100 Unglücke gezählt, die aufgrund der Wucht des Zuges sehr oft fatale Folgen haben: Totalschäden, Schwerverletzte, Todesopfer. So mancher Autofahrer glaube unter Zeitdruck, einen Übergang noch in letzter Sekunde vor dem Zug überqueren zu können.

Leichtsinn, Unaufmerksamkeit oder Unkenntnis zählten laut Verkehrsunfallstatistik zu den häufigsten Unfallursachen.

Schienenfahrzeuge hätten an Bahnübergängen immer Vorrang, so der Tüv Thüringen. Und zwar auch dann, wenn es kein Andreaskreuz gibt, etwa an Fuß-, Rad-, Feld- und Waldwegen. Ebenfalls gut zu wissen: Ein Bahnübergang wird rechtzeitig durch die drei-, zwei- und einstreifigen Baken angezeigt - und in diesem Bereich gilt bis zum Übergang selbst ein generelles Überholverbot.

© dpa-infocom, dpa:210803-99-684663/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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