Q4 E-Tron startet ab 41 900 Euro

14.04.2021
Bislang war E-Mobilität bei Audi ein sehr teures Vergnügen. Doch für den neuen kompakten Q4 E-Tron nutzt Audi erstmals den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns - das drückt die Preise.
Der Q4 E-Tron ist ab 41 900 Euro preislich weit unter dem ersten vollelektrischen Audi E-Tron (ab rund 69 000 Euro) angesiedelt. Foto: Audi AG/dpa-tmn
Der Q4 E-Tron ist ab 41 900 Euro preislich weit unter dem ersten vollelektrischen Audi E-Tron (ab rund 69 000 Euro) angesiedelt. Foto: Audi AG/dpa-tmn

Ingolstadt (dpa/tmn) - VW ID4 und Skoda Enyaq bekommen einen Bruder: Denn nun bringt auch Audi seinen ersten Geländewagen auf Basis der konzernweiten MEB-Architektur an den Start. Der bayerische Erstling aus dem so genannten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) trägt das Kürzel Q4 E-Tron. Er kommt im Sommer in den Handel und startet gleich als Doppelpack, teilt Audi mit. Ab Juni gibt es ihn ab 41 900 Euro erst einmal mit steilem Abschluss. Ein paar Wochen später folgt er für rund 2000 Euro mehr auch als Sportback mit Schrägheck.

Angeboten wird das 4,59 Meter lange SUV zunächst in drei Varianten als Q4 35 oder Q4 40 mit Heckantrieb und 125 kW/170 PS oder 150 kW/204 PS. Als Q4 50 mit einem zweiten Motor an der Vorderachse wird er zum Quattro mit Allradantrieb. Die Systemleistung steigt dann auf 220 kW/299 PS. Der Sprint von Null auf Tempo 100 gelingt in 6,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.

Über 500 Kilometer mit einer Akkufüllung weit

Je nach Variante gibt es Akkus mit einer Netto-Kapazität von 52 oder 77 kWh, für die Audi Normreichweiten bis zu 520 Kilometern ausweist. Geladen wird dabei Wechselstrom mit bis zu 11 und Gleichstrom mit maximal 125 kW. So fließt unter idealen Bedingungen binnen zehn Minuten der Strom für 130 Kilometer.

Weil der Antrieb im Wagenboden integriert ist und die Achsen weit nach außen rücken, verspricht Audi bei einem Radstand von 2,76 Metern Platzverhältnisse auf dem Niveau des deutlich größeren Q7. Dazu gibt es einen Kofferraum von 520 bis 1490 Litern und viele neue Detaillösungen für Ablagen im Innenraum. Dazu gehören eine XXL-Box zwischen den Sitzen oder Flaschenhalter, die in den Türen nun nach oben gerückt sind.

Abbiegehinweise «fliegen» über die Straße

Außerdem hat Audi das Infotainment-System erweitert. Auf Wunsch bieten die Bayern nun neben digitalen Instrumenten und einem großen Touchscreen in der Mittelkonsole erstmals ein so genanntes AR-HUD an. Dieses Head-up-Display nutzt «Augmented Reality»-Technologie und projiziert damit in einer deutlich größeren Entfernung vor dem Fahrzeug Grafiken ins Blickfeld des Fahrers, die passend zur jeweiligen Umgebung sind. So werden vorausfahrende Autos oder die Linien neben der Fahrbahn markiert und Abbiegehinweise «fliegen» als Pfeile in die betreffenden Straßen, so Audi weiter.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-205245/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Strom tanken, zapfen oder laden? Wie auch immer. Fest steht, dass die Elektromobilität viele neue Begriffe in den Alltag der Autofahrer bringt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Das große Glossar rund ums E-Auto CCS, Range-Extender und PSM: Wer sich mit Elektroautos beschäftigt, trifft auf Begriffe, die mehr nach Raumfahrt als nach Straßenverkehr klingen. Unwissenheit herrscht oft auch bei praktischen Fragen wie Tanken und Reichweite. Eine kleine Stromerkunde schafft Abhilfe.
Marathonläufer: Mit seiner rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern legt der Plug-in-Hybrid VW Golf GTE etwas mehr als eine offizielle Marathondistanz von 42,195 Kilomtern zurück. Foto: Volkswagen AG Mit dem Strom fahren: Welches Elektroauto zu wem passt Die Prämie ist da: Seit Juli können sich Autokäufer, die mit einem Elektroauto liebäugeln, den Kauf mit bis zu 4000 Euro fördern lassen. Zeit, um herauszufinden, welches E-Modell zu welchem Fahrer passt - doch reicht überhaupt die Auswahl dafür?
E wie Extras: Spezielle Park- Ladeflächen werden vielerorts für E-Autos ausgewiesen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn Diese Sonderregelungen gibt es für elektrische Autos Wer ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybriden fährt, profitiert von einigen Sonderregelungen - das fängt bei der Kaufprämie an und hört beim Parken auf. Manche Extras sind durchaus umstritten.
Fürs urbane Umfeld entwickelt: Wie es aber mit dem knubbeligen e.GO Life weitergeht, ist noch ungewiss. Foto: e.GO Mobile AG/dpa-tmn Mini-E-Mobile für die Stadt 70 Kilometer Reichweite und gerade mal 45 km/h: Tesla-Fahrer mögen darüber lachen. Doch mehr braucht es nicht in der Stadt. Können Mini-Autos E-Mobilität auch ohne Förderung halbwegs bezahlbar machen?