Privates Carsharing Schlusslicht im Test

29.04.2020
In Städten sind Mietautos nicht mehr wegzudenken. Besonders praktisch und kosteneffizient sind dabei Anbieter mit eigener Flotte. Privat vermittelte Autos haben einen großen Nachteil.
Gute Nachricht für Carsharing-Nutzer: Fünf von sechs Anbietern mit eigener Flotte bewertete die Stiftung Warentest mit «Gut». Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Gute Nachricht für Carsharing-Nutzer: Fünf von sechs Anbietern mit eigener Flotte bewertete die Stiftung Warentest mit «Gut». Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Autos teilen liegt im Trend. Inzwischen sind insgesamt 840 Orte durch Carsharing erschlossen, also längst nicht mehr nur die Großstädte. Stiftung Warentest (Zeitschrift «Test», Ausgabe 5/ 2020) hat nun acht Anbieter genauer unter die Lupe genommen.

Auf den Prüfstand kamen dabei Anbieter, deren Autos frei im Geschäftsgebiet zu Verfügung stehen, genau wie solche, die ihre Flotte nur an Stationen herausgeben und entgegennehmen, sowie zwei Vermittlungsplattformen für Privatfahrzeuge.

Das Ergebnis: Fünf von sechs Anbietern mit eigener Flotte schnitten «gut» ab: Flinkster, Sixt Share, Share Now, Stadtmobil und Cambio Carsharing. Spontan und ohne feste Station sahen die Tester Sixt Share mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem ersten Platz.

Stationsgebundene Anbieter seien preiswert, erlauben dafür aber wenig Flexibilität, so das Fazit. Alle drei getesteten stationären Anbieter überzeugten. Allein ein Anbieter berechnete die Kosten nicht nach der Zeit, sondern nach gefahrener Strecke. Er erhielt ein «befriedigend» - das Modell ist lohnt sich nach Angaben der Tester nur, wenn viel Verkehr ist.

Die beiden Vermittler für Privatautos erhielten einmal die Note «Befriedigend» und einmal ein «Mangelhaft». Problem hier: nicht alle Autos lassen sich per App freischalten, häufig mussten komplizierte Schlüsselübergaben organisiert werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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