Preise für Benzin und Diesel ziehen wieder an

11.11.2020
Steigende Ölpreise machen auch das Nachfüllen an der Zapfsäule wieder teurer. Der ADAC sieht ein Ende der mehrwöchigen Abwärtstendenz bei Benzin und Diesel.
Benzin und Diesel werden wieder teurer. Foto: Sven Hoppe/dpa
Benzin und Diesel werden wieder teurer. Foto: Sven Hoppe/dpa

New York/London/München (dpa) - Tanken ist wieder teurer geworden. Diesel legte binnen einer Woche um 1,3 Cent zu, wie der ADAC mitteilte. Der bundesweite Durchschnittspreis des Kraftstoffs lag demnach am Dienstag bei 1,038 Euro.

Benzin stieg um 0,7 Cent auf 1,185 Euro. Nach einem starken Absturz zu Beginn der Corona-Krise und einem zwischenzeitlichen Anstieg im Sommer hatten die Spritpreise sich in den vergangenen Wochen wieder tendenziell abwärts bewegt.

Als Ursache für die jetzige Trendwende sieht der Verkehrsclub die zuletzt wieder gestiegenen Rohölpreise. Diese haben am Mittwoch an die Anhebungen der vergangenen Handelstage angeknüpft und weiter zugelegt. Als Preistreiber gelten die Aussicht auf einen wirksamen Corona-Impfstoff mit der Hoffnung auf eine stärkere konjunkturelle Belebung und fallende Ölreserven in den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wurde am Nachmittag bei 44,57 US-Dollar gehandelt.

Seit Anfang November hat sich Rohöl aus den USA und aus der Nordsee um jeweils etwa 25 Prozent verteuert. Beide Preise liegen nur noch knapp unter ihrem August-Hoch nach dem Corona-Crash im Frühjahr, aber dennoch weiter deutlich unter dem Stand von Ende 2019.

Den stärksten Preisschub gab es in diesem Monat zum Wochenauftakt, als bekannt wurde, dass der vom Mainzer Unternehmen Biontech und vom US-Konzern Pfizer gemeinsam entwickelte Corona-Impfstoff über eine hohe Wirksamkeit verfügen soll.

Auftrieb erhielten die Ölpreise auch durch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Dienstagabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in den USA um 5,15 Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Ölreserven haben in der Regel steigende Ölpreise zur Folge. Am Donnerstag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Ölreserven erwartet.

© dpa-infocom, dpa:201111-99-298568/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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