Porsche zeigt Mission R: Vorbote eines Elektro-Sportlers?

07.09.2021
Porsche bietet mit dem Taycan einen elektrischen Gran Turismo und mit dem Macan bald auch ein SUV mit E-Motor an. Nur die reinen Sportwagen fahren bislang noch mit Benzin. Ändert das der Mission R?
Flotte Flunder: Die Rennwagenstudie Mission R könnte auf einen rein elektrisch angetriebenen Porsche-Sportwagen hindeuten. Foto: Porsche AG/dpa-tmn
Flotte Flunder: Die Rennwagenstudie Mission R könnte auf einen rein elektrisch angetriebenen Porsche-Sportwagen hindeuten. Foto: Porsche AG/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Porsche liebäugelt mit einem voll elektrisch angetriebenen Sportwagen. Nachdem der Hersteller mit dem Taycan und bald auch dem Macan bereits einen Gran Turismo und ein SUV an die Ladesäule gebracht hat, ebnet er jetzt mit der Studie Mission R den Weg für einen echten Batterie-Boliden.

Die auf der IAA Mobility in München (noch bis 12. September) erstmals gezeigte Studie soll verdeutlichen, wie ein elektrischer Rennwagen für den Kundensport aussehen könnte. Doch Projektleiter Matthias Scholz deutete bei der Vorstellung an, dass zur Mitte des Jahrzehnts eine Serienfertigung denkbar sei, die sich auch auf ein Straßenauto auswirken könnte. Die Silhouette der Studie jedenfalls werde man bis zur Gürtellinie auf jeden Fall bei einem Serienmodell wiedersehen.

Mehr als 300 km/h sind möglich

Der Mission R ist etwa so groß wie ein Porsche Cayman. Weil zum Beispiel der in die Karosserie integrierte Überrollkäfig aus Karbon gefertigt ist, wiegt der Wagen trotz der Batterie nur etwa 1500 Kilogramm. Der Renner fährt laut Porsche mit zwei E-Motoren von zusammen bis zu 800 kW/1088 PS. Damit sind Geschwindigkeiten jenseits von 300 km/h und ein Sprint auf Tempo 100 in 2,5 Sekunden möglich.

Der Akku mit 82 kWh hinter dem Fahrersitz reicht auf der Rundstrecke für Sprintrennen von 30 bis 40 Minuten, sagte Scholz und versprach auch beim Laden Tempo: Weil der Mission R mit 900-Volt-Technik bestückt ist, sollen ihm 15 Minuten reichen, um beim Ladestand von 10 auf 80 Prozent zu kommen.

© dpa-infocom, dpa:210907-99-124657/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Neuanfang in Bayern: Nach dem Standortwechsel und mit einem neuen Konzept will sich die IAA bis zum 12. September in München präsentieren. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn Elektrisch in die Zukunft: Die Auto-Neuvorstellungen der IAA Dinosaurier ohne Anpassungsfähigkeit? Am neuen Standort und mit neuem Konzept präsentiert sich auf der IAA Mobility eine Autobranche, die voll auf Elektromobilität setzt. Was kommt auf Autofahrer zu?
Rennlegende: Der 917 ist einer der bekanntesten Rennwagen von Porsche, auch durch seine Rolle im Film «Le Mans» (1971) mit Steve McQueen. Foto: Porsche AG Der Porsche 917 feiert 50. Geburtstag Kein Rennwagen war für Porsche wichtiger als der 917 - und kaum einer hat mehr Erfolge eingefahren. 50 Jahre nach dem Debüt des Langstrecken-Renners ist die Faszination ungebrochen.
Jeden August wird bei der «Monterey Car Week» ein kleines kalifornisches Fischerdorf zum Zentrum für Klassik-Fans. Foto: Fabian Hoberg/dpa-tmn Die schönsten Oldtimer-Termine 2020 Bei Oldtimer-Treffen und Rallyes können Fans, Fahrer und Fachleute altes Blech bestaunen. Experten erzählen von ihren Lieblingsveranstaltungen - was Besucher 2020 erwartet und sie beachten sollten.
Kennzeichen AMG: Vor 50 Jahren gründete Hans Werner Aufrecht aus Großasbach mit Erhard Melcher AMG. Foto: Tschovikov/Daimler AG/dpa-tmn 50 Jahre AMG: Vollgas von Anfang an AMG steht seit 50 Jahren für Vollgas. Der Mercedes-Ingenieur Hans Werner Aufrecht gründete die Tuning-Firma. Längst wieder bei Mercedes eingegliedert, wird AMG immer mehr zur eigenen Sportwagenmarke. Mit dem Modell mit dem Spitznamen «The Hammer» gelang der Durchbruch.