Porsche Cayenne (Typ 92A) fährt lange unauffällig

12.03.2019
Als Gebrauchtwagen hält sich der Porsche Cayenne der zweiten Generation (Typ 92A) in der Hauptuntersuchung (HU) solide. Die Kombination aus Geländefahrzeug und schnellem Kurvenräuber machen ihn begehrt. Nachteile zeigen sich im Spritverbrauch und Ölverlust.
Erstes SUV von Porsche: Der Erstauflage des Cayenne ließ der Sportwagenhersteller ab 2010 die zweite Generation folgen. Foto: Porsche AG
Erstes SUV von Porsche: Der Erstauflage des Cayenne ließ der Sportwagenhersteller ab 2010 die zweite Generation folgen. Foto: Porsche AG

Berlin (dpa/tmn) - Der Cayenne ist Porsche erstes SUV. Anfangs skeptisch beäugt, wurde er schnell zum meistverkauften Modell des Herstellers. So mächtig seine Erscheinung auf der Straße ist, bei der Hauptuntersuchung (HU) verhält sich die betrachtete zweite Generation (92A) weitgehend unauffällig.

- Modellhistorie: Ins Feld der Geländewagen wagte sich Porsche 2002 mit der Erstauflage, die zweite Generation (92A) folgte 2010, die technische Neuerungen wie eine Wankstabilisierung und Luftfederung brachte. Modellpflege 2014: Leichte Überarbeitung der Optik, zum Beispiel mittels neu gestaltetem Tagfahrlicht. Wichtigste Änderung an der Motorenpalette: Cayenne S E-Hybrid. 2017 abgelöst durch den Nachfolger Typ PO536.

- Abmessungen: 4,85 bis 4,86 m x 1,94 m x 1,70 bis 1,71 m (L x B x H); Kofferraumvolumen: 670 bis 1780 l (Hybrid: 580 bis 1690 l).

- Stärken: Schnell unterwegs. Trotz Geländegenen, die SUVs in sich tragen, ist der Cayenne als Kurvenräuber optimiert, zu sehen an der variablen Drehmomentverteilung des Allradantriebs. Bei der HU macht das Fahrwerk laut «Auto Bild Tüv Report 2019» so gut wie nie Ärger, auch die Bremsen sind überdurchschnittlich gut.

- Schwächen: Ölverlust an Getriebe und Motor. Bei frühen Modellen werden während der HU häufig Defekte an den Rückleuchten diagnostiziert. Als sportliches Auto jenseits zwei Tonnen Leergewicht schluckt er viel Sprit.

- Pannenverhalten: Trotz seiner Bekanntheit sind die Zulassungszahlen vergleichsweise niedrig. So kommt er in der ADAC-Statistik offiziell nicht vor. Laut Datenlage sei er «aber insgesamt unauffällig», so der Club. Was heißt: Er leistet sich kaum Aussetzer.

- Motoren: Anders als sein Nachfolger noch mit Dieselmotoren gebaut. Sie leisten als V6- und V8-Aggregate zwischen 180 kW/245 PS und 283 kW/384 PS, die Turbobenziner von 220 kW/300 PS bis 419 kW/570 PS. Der zwischen 2010 und 2014 verkaufte Hybrid kommt auf 279 kW/380 PS, der Plug-in-Hybrid als dessen Nachfolger auf 306 kW/416 PS.

- Marktpreise: Cayenne S mit 4,8-Liter-V8 (2011),294 kW/399 PS, 148.000 Kilometer, 27.500 Euro; Cayenne GTS mit 3,6-Liter-V6 (2015),324 kW/440 PS, 76.000 Kilometer, 56.850 Euro; Cayenne S E-Hybrid mit 3,0-Liter-V6 (2016),306 kW/416 PS, 56.000 Kilometer, 56 750 Euro; Cayenne Diesel mit 3,0-Liter-V6 (2011),176 kW/239 PS, 171.000 Kilometer; 23.500 Euro (Quelle: «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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