Neuer Mercedes SL kommt 2022 mit Stoffverdeck

22.09.2021
Die Cabriosaison endet im Herbst? Nicht für die Entwickler von AMG. Sie legen letzte Hand an am neuen Mercedes SL, damit die nächste Generation des Roadsters zur neuen Open-Air-Saison starten kann.
Kapuze aufsetzen, es wird frisch: Der neue SL kommt wieder mit Stoffverdeck und absolviert gerade noch letzte Prüffahrten, bevor er im Frühjahr auf den Markt kommt. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
Kapuze aufsetzen, es wird frisch: Der neue SL kommt wieder mit Stoffverdeck und absolviert gerade noch letzte Prüffahrten, bevor er im Frühjahr auf den Markt kommt. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn

Nürburgring (dpa/tmn) - Mercedes-AMG bereitet aktuell den Start des neuen SL vor. Die nächste Generation des legendären Roadsters soll noch in diesem Herbst enthüllt werden und im Frühjahr 2022 an den Start gehen. Das bestätigte Technikchef Jochen Hermann bei Abnahmefahrten rund um den Nürburgring.

Der neue SL Mercedes trägt wieder Stoff

Zwar ist erstmals AMG verantwortlich für das neue Modell. Doch haben sich die schnellen Schwaben deshalb nicht an ihrem GT orientiert, sondern laut Hermann auf einem neuen Blatt begonnen. Bei knapp fünf Metern Länge schaffen sie so erstmals seit dem R 129 wieder Raum für zwei Notsitze in der zweiten Reihe. Zudem kehren sie zum Stoffverdeck zurück, so Hermann. Und anders als im AMG GT ist das neunstufige Automatikgetriebe wieder direkt am Motor angeschlagen.

Neu sind dagegen die Hinterachslenkung für mehr Handlichkeit sowie der Allradantrieb für mehr Traktion. Außerdem gibt es ein komplett neues Innenleben. Das setzt ähnlich wie in der aktuellen S-Klasse auf große Bildschirme und eine weitgehend digitale Bedienung. Um störende Reflexionen zu vermeiden, bekommt der SL um die Cockpit-Anzeigen allerdings eine Hutze und das Zentral-Display steht frei vor der Mittelkonsole und kann auf Knopfdruck gekippt werden.

Wie elektrisch wird der neue Roadster?

Die Motoren dagegen kennt man von anderen AMG-Modellen. Konkrete Angaben bleibt Hermann schuldig, doch in Unternehmenskreisen ist von den bekannten Sechs- und Achtzylindern mit drei und vier Litern Hubraum und rund 294 kW/400 PS bis 478 kW/650 PS die Rede.

Außerdem gilt ein Plug-in-Hybrid, wie er gerade im viertürigen GT vorgestellt wurde, als wahrscheinlich. Und eine voll elektrische Version will Hermann zumindest nicht ausschließen. Definitiv keine Chance mehr hat dagegen der V12, der den SL zuletzt vollends zum Luxusroadster geadelt hat. Der passe weder in die Zeit, noch zur wiederentdeckten Sportlichkeit des SL, erteilt ihm Hermann eine Absage.

© dpa-infocom, dpa:210921-99-303219/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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