Mehrheit befürwortet Helmpflicht für Radfahrer

30.06.2022
Ein Fahrradhelm kann den Kopf vor schweren Verletzungen schützen. Bisher gibt es für Radfahrende keine Pflicht, einen Helm zu tragen. Vielen reicht das nicht aus, wie eine Umfrage zeigt.
Laut einer Forsa-Umfrage sind 59 Prozent der Befragten für eine allgemeine Fahrradhelmpflicht. Eine Helmpflicht für E-Bike-Fahrer befürworten sogar 77 Prozent. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Laut einer Forsa-Umfrage sind 59 Prozent der Befragten für eine allgemeine Fahrradhelmpflicht. Eine Helmpflicht für E-Bike-Fahrer befürworten sogar 77 Prozent. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Stuttgart (dpa) - Eine Helmpflicht für Radfahrerinnen und Radfahrer wird von einer Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland befürwortet. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage, wie der Prüfkonzern Dekra in Stuttgart mitteilte.

Drei Fünftel (59 Prozent) der Befragten gaben demnach an, dass Radfahrer verpflichtet sein sollten, einen Helm zu tragen.

Beim Thema Elektrofahrrad waren die Antworten noch deutlicher. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) sprachen sich für eine Helmpflicht für E-Bike-Fahrer aus.

Aus der Umfrage geht hervor, dass Radlerinnen und Radler öfter auf dem Helm verzichten. Zwei Fünftel der befragten Frauen und Männer gaben an, immer oder fast immer einen Helm aufzusetzen. Auf der anderen Seite zeigte sich mehr als ein Viertel (28 Prozent) als «Helmmuffel» - auf den Helm wird also generell verzichtet. Die anderen Interviewpartner tragen den Helm nach eigenem Bekunden meistens, gelegentlich oder selten.

Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern ist eine Helmpflicht in Deutschland nicht gesetzlich verankert. Nach Angaben des Verkehrsclubs ACV steht es Fahrradfahrern jeder Altersklasse daher frei, ob sie mit einem entsprechenden Kopfschutz in die Pedale treten möchten.

Forsa befragte nach Angaben des Auftraggebers Dekra im Mai mehr als 1500 Menschen über 18 Jahre in Deutschland. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) gaben an, zumindest gelegentlich auf ein Fahrrad zu steigen.

© dpa-infocom, dpa:220630-99-858364/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
E-Scooter wurden in vielen Städte als vermeintlich umweltfreundliches Verkehrsmittel sehnlich erwartet. Drei Monate später macht sich Ernüchterung breit. Foto: Oliver Berg/dpa Sind E-Tretroller ein Segen oder ein Fluch? Mit Spannung wurden sie erwartet: kleine Tretroller mit Elektromotor. Die sogenannten E-Scooter sollten den Straßenverkehr revolutionieren. Davon sind sie weit entfernt. Probleme gibt es vor allem in manchen Großstädten.
In einigen Städten sind Elektro-Tretroller in den Verkehr integriert. Foto: Steffen Trumpf Tretroller mit E-Antrieb erobern Europa Sind Tretroller mit E-Antrieb eine Chance auf sauberere Luft und weniger Staus in deutschen Städten? Während sie in Skandinavien längst zum Straßenbild gehören, müssen hier erst noch die nötigen Regeln dafür in Kraft treten. Bamberg könnte den Anfang machen.
Nach der Zulassung von E-Tretrollern wollen die Städte wollen ein Chaos auf den Gehwegen vermeiden. Foto: Christoph Soeder Wie sich die Städte auf E-Tretroller vorbereiten Die einen freuen sich auf Flitzer mit E-Motor, anderen graut es vor Gedränge auf Radwegen und Stolperfallen auf Gehwegen. Vor der erwarteten Entscheidung über eine Zulassung von E-Scootern steht fest: Die Städte wollen aus der Vergangenheit lernen.
Fahrradfahren liegt im Trend. Foto: Uli Deck Wege und Sicherheit: Mit dem Fahrrad unterwegs Egal ob E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder normales Fahrrad: Radeln ist in - und unterstützt dabei die Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum.