Lohnt der Skoda Superb als Gebrauchter?

25.02.2020
Üppiges Raumangebot für Passagiere und Gepäck bietet der Skoda Superb seinen Besitzern. Doch was kann der Mittelklasse-Riese aus Tschechien sonst noch so - und wo hakt es?
Platz da! Der Skoda Superb bietet seinen Besitzern speziell als Kombi massig Raum für Kind und Kegel. Foto: Uwe Fischer/Skoda/dpa-tmn
Platz da! Der Skoda Superb bietet seinen Besitzern speziell als Kombi massig Raum für Kind und Kegel. Foto: Uwe Fischer/Skoda/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Seit der Superb auf dem Markt ist, hegt die tschechische Marke Skoda Oberklasse-Ambitionen. Das Modell löst diese fast ein - nur ein paar Zipperlein beim Tüv wollen nicht ganz ins Bild passen.

Modellhistorie: 2001 ließ Skoda den bei den Tschechen traditionsreichen Modellnamen Superb mit einer Limousine wieder aufleben (Facelift 2006); von 2008 bis 2015 war die zweite Generation der Neuauflage im Handel (Facelift 2013). Seitdem ist Nummer drei auf den Straßen (Facelift 2019).

Karosserievarianten: Die Erstauflage gab es nur als Stufenhecklimousine, seit 2010 fährt das Model auch als äußerst geräumiger Kombi (Bezeichnung: Combi). Seit 2019 wird der Combi auch als Scout mit mehr Bodenfreiheit und Schutzbeplankung angeboten.

Abmessungen: 2. Generation: 4,84 m bis 4,94 m x 1,82 m x 1,46 m bis 1,53 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 565 l bis 1670 l (Limousine),653 l bis 1865 l (Kombi); 3. Generation: 4,86 m bis 4,87 m x 1,86 m x 1,47 m bis 1,52 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 625 l bis 1760 l (Limousine),660 l bis 1950 l (Kombi).

Stärken: Der größte Lastesel sein - denn beim Stauvolumen bietet er mehr als die Konkurrenz. Aber auch der Innenraum ist sehr geräumig, das Fahrverhalten komfortabel. Die Hauptuntersuchung (HU) meistert er laut «Auto Bild Tüv Report 2020» selbst bei hohen Laufleistungen oft mängelfrei. Robust vor allem: Achsenaufhängung, Antriebswellen, Lenkung. Ebenfalls resistent: Fuß- und Handbremse, Bremsleitungen und -schläuche. Deutlich haltbarer als beim Durchschnitt: der Auspuff.

Schwächen: Für den Oberklasseanspruch verhält sich das Fahrwerk manchmal zu rumpelig. Beim Tüv trüben das Image: anfällige Federn und frühzeitig verschlissene Bremsscheiben ab der ersten HU, zu viele Mängel ab dem zweiten Check bei Frontbeleuchtung, Blinker und Abblendlicht. Die zweite Generation patzt zu oft bei der Abgasuntersuchung.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Statistik: «In den Jahren 2013 und älter landet der Superb im Mittelfeld oder dahinter, die jüngeren Jahrgänge sind gut.» Zu den Pannenschwerpunkten zählt der Club defekte Abgasrückführungen bei Exemplaren mit Erstzulassung 2011, schlappe Batterie (2010 bis 2013) und allgemein aus diversen Gründen streikende Motor (2010). Laut Tüv-Report machen Steuerkette oder Zahnriemen Probleme oder auch Schubumluftventile sowie manche Pumpenelemente.

Motoren: 2. Generation: Benziner (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 92 kW/125 PS bis 191 kW/260 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 77 kW/105 PS bis 125 kW/170 PS; 3. Generation: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 92 kW/125 PS bis 206 kW/280 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 88 kW/120 PS bis 140 kW/190 PS; Plug-in-Hybrid (Vierzylinder + E-Motor; seit Herbst 2019): 160 kW/218 PS Systemleistung.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Superb Combi 2.0 TDI DPF Active Green tec (2013); 125 kW/170 PS (Vierzylinder); 133 000 Kilometer; 9050 Euro. - Superb 3.6 V6 Laurin & Klement 4x4 (2015); 191 kW/260 PS (Sechszylinder); 82 000 Kilometer; 18 200 Euro. - Superb Combi 1.4 TSI Ambition (2017); 92 kW/125 PS (Vierzylinder); 50 000 Kilometer; 16 850 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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