Kultwagen Mini mit SUV Countryman im Check (2010 bis 2017)

15.10.2019
Der Mini ist Kult, aber vielleicht nicht immer praktisch oder geräumig. Der Countryman sieht seinen Artgenossen ähnlich, aber bietet mehr Platz. Ein Schnellcheck über Stärken und Schwächen:
Mini-SUV: Der Mini Countryman ist aktuell in zweiter Generation auf dem Markt, die erste (Bild) lief von 2010 bis 2017 vom Band. Foto: Mini/dpa-tmn
Mini-SUV: Der Mini Countryman ist aktuell in zweiter Generation auf dem Markt, die erste (Bild) lief von 2010 bis 2017 vom Band. Foto: Mini/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer Mini und SUV fahren möchte, greift zum Countryman. Der Crossover rettet trotz höher gelegtem Fahrwerk einiges vom typischen Go-Kart-Feeling beim Fahren. Er ist kompakt und sieht wie seine Verwandten aus. Beim Tüv vermasselt er die an sich gute Bilanz durch zwei Marotten.

Modellhistorie: Als vierte Mini-Version seit die Marke unter dem Dach von BMW gemanagt wird, kam 2010 der Countryman auf den Markt. Damit zog bei Mini erstmals auch Allradantrieb ein. Die zweite Generation des in Österreich bei Magna-Steyr gefertigten Modells kam 2017 heraus.

Abmessungen: 4,10 m bis 4,13 m x 1,79 m x 1,55 m bis 1,56 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 350 l bis 1170 l.

Karosserievarianten: Den Mini-Crossover gibt es nur als Fünftürer, vier Erwachsene finden Platz. Gegenüber dem Grundmodell ist er 40 Zentimeter länger.

Stärken: Laut «Auto Bild Tüv Report 2019» ist der Countryman ein eigentlich sehr zuverlässiges Auto: Lenkung, Federn und Dämpfer sowie die Achsaufhängung machen bei der Hauptuntersuchung (HU) so gut wie keine Probleme ebenso die Bremsbauteile - bis auf die Bremsschläuche, die nur durchschnittlich abschneiden.

Schwächen: Bei der zweiten HU gibt es leicht erhöhte Mängelquoten bei den Antriebswellen. Doch was ihm die Tour zum Pflicht-Check vermasselt, sind Scheinwerfer und Rückleuchten, die in fast allen Jahrgängen überdurchschnittlich oft bemängelt werden. Ab der zweiten HU verzeichnen die Prüfer Ölverlust an Motor und Getriebe.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: «Der Mini schneidet gut bis sehr gut ab.» Typische Pannenschwerpunkte hat der Club nicht feststellen können.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 72 kW/98 PS bis 160 kW/218 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 66 kW/90 PS bis 105 kW/143 PS; Plug-in-Hybrid: erst im Nachfolger ab 2017.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Countryman Cooper D 2.0 (2012); 82 kW/112 PS (Vierzylinder); 112.000 Kilometer; 9025 Euro (All4: 9725 Euro). - Countryman Cooper S (2016); 135 kW/183 PS (Vierzylinder); 50.000 Kilometer; 15.850 Euro (All4: 16.900 Euro). - Countryman John Cooper Works (2013); 160 kW/218 PS (Vierzylinder); 89.000 Kilometer; 15.350 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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