Kia EV6 startet im Herbst für 44 990 Euro

16.08.2021
Jetzt bringt auch Kia seinen ersten reinen Stromer an den Start. Der neue Koreaner punktet vor allem mit schneller Ladetechnik und großer Reichweite. Doch der Fortschritt hat seinen Preis.
Kia bringt den elektrischen EV6 im Herbst für 44 990 Euro in den Handel. Foto: Thorsten Weigl/Kia/dpa-tmn
Kia bringt den elektrischen EV6 im Herbst für 44 990 Euro in den Handel. Foto: Thorsten Weigl/Kia/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Auch Kia steigt in die Elektrifizierung ein und bringt das erste reine Akku-Auto an den Start. Der EV6 tritt zu Preisen ab 44 990 Euro gegen Konkurrenten wie den Skoda Enyaq, den VW ID4 und das Tesla Model Y an, teilt der Hersteller mit. Die Markteinführung kündigte Kia für den Herbst an.

Der EV6 ist eine Alternative zu den umgerüsteten Verbrennern auf Basis von Niro und Soul und technisch eng verwandt mit dem Hyundai Ioniq5. Der knapp 4,70 Meter lange Fünfsitzer nutzt die neue Konzern-Plattform für E-Autos, bei der die Koreaner als erster Massenhersteller mit 800 Volt-Technik arbeiten.

Das ermöglicht stark verkürzte Ladezeiten: So zieht der EV6 den Strom für 100 Kilometer laut Kia im besten Fall in weniger als fünf Minuten. Binnen 18 Minuten kommt er von 10 auf 80 Prozent Ladestand.

Angeboten wird der Wagen zunächst in drei Leistungsstufen. Mit Hinterradantrieb alleine kommt der EV6 den Angaben zufolge auf 125 kW/170 PS und als Allradler mit zwei Motoren auf 173 kW/235 PS oder 239 kW/325 PS.

Ende 2022 soll noch eine GT-Variante folgen, deren zwei Motoren 430 kW/585 PS bereitstellen. Dieses 65 990 Euro teure Top-Modell soll auf bis zu 260 km/h kommen - im Gegensatz zu 185 km/h wie den anderen Varianten.

Auch bei der Batterie bietet Kia zwei Optionen und stattet den Wagen mit 58 oder 77,4 kWh Kapazität aus. Damit sollen Normreichweiten von bis zu 528 Kilometern möglich werden. Allerdings lässt sich der Strom nicht nur zum Fahren nutzen. Als eines der wenigen E-Autos hat der EV6 einen Adapter, mit dem die Batterie über die Ladebuchse extern angezapft werden kann - um zum Beispiel ein E-Bike zu laden, den Rasenmäher anzutreiben oder einem anderen Elektroauto Strom zu spenden.

© dpa-infocom, dpa:210816-99-861119/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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