Keine dicke Winterbekleidung im Auto

30.12.2020
Egal ob mit Daunenjacke oder Winteroverall: Wer warm eingepackt Auto fährt, fährt gefährlich, warnen Experten. Sicheres Anschnallen hat Priorität.
Zu dicke Kleidung verhindert, dass der Sicherheitsgurt richtig anliegt. Daunenjacken und Co. sollte man daher lieber vorher ausziehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Zu dicke Kleidung verhindert, dass der Sicherheitsgurt richtig anliegt. Daunenjacken und Co. sollte man daher lieber vorher ausziehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bei den zur Zeit herrschenden kalten Temperaturen sitzen viele gerne warm eingepackt hinter dem Steuer. Das kann aber mitunter gefährlich werden, warnen Verkehrsexperten.

Denn zu dicke Kleidung verhindert, dass der Sicherheitsgurt richtig anliegt. Dadurch habe der Körper zu viel Bewegungsspielraum und könne im schlimmsten Fall unter dem Gurt hindurchrutschen, so die Verkehrsexperten vom Auto Club Europa (ACE).

Damit das nicht passiert, muss der Gurt unterhalb des Bauchs gestrafft anliegen. Für die Kleinen im Kindersitz gilt: Zwischen Kind und Gurt darf nur eine flache Hand passen.

Passiert ein Unfall in Wintermontur, kann ein Bußgeld fällig werden. Denn laut Straßenverkehrsordnung (StVO) muss der Fahrende dafür sorgen, dass seine Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Zu dicke Kleidung, Handschuhe und Schals können Schulterblick und adäquates Lenken erschweren, die Reaktionszeit verlängern und dadurch die Verkehrssicherheit gefährden, so der ACE.

Damit man in der Zeit, bevor es im Auto warm wird, nicht friert, empfehlen die Experten Kleidung aus Fleece. Diese sei dünn und halte trotzdem warm. Und für die kleinen Mitfahrer empfehlen sie eine über den Sitz und Gurt gelegte vorgewärmte Kuscheldecke, statt des dicken Skioveralls.

© dpa-infocom, dpa:201228-99-833447/2

Seite des ACE


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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