In Corona-Zeiten am Steuer aufmerksam bleiben

01.04.2020
Vielerorts sinkt das Verkehrsaufkommen im Zuge der Corona-Pandemie. Doch hinter dem Steuer gilt es, aufmerksam zubleiben und sich nicht ablenken zu lassen - besonders, um Radler und Fußgänger nicht zu gefährden.
Wie leergefegt: Angesichts der Corona-Pandemie gibt es weniger Verkehr auf den Straßen - wer noch unterwegs ist, muss aber wachsam am Steuer bleiben. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Wie leergefegt: Angesichts der Corona-Pandemie gibt es weniger Verkehr auf den Straßen - wer noch unterwegs ist, muss aber wachsam am Steuer bleiben. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - In manchen Städten hat die Corona-Pandemie das Verkehrsaufkommen spürbar gesenkt. Doch die Konzentration hinter dem Steuer darf jetzt keineswegs nachlassen, warnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Ablenkung hinter dem Steuer bleibt tabu, vor allem die verbotene Handynutzung.

Wer auch nur eine Sekunde nicht auf den Verkehr achtet, riskiert bei 50 km/h einen Blindflug von 14 Metern. Bei Tempo 80 beträgt die «blinde Strecke» bereits 22 Meter. «Entscheidend ist also auch, sich an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten», sagt DVR-Sprecherin Julia Fohmann.

Besonders gilt es, auf Radfahrer und Fußgänger zu achten. «Viele Menschen steigen wegen der Corona-Krise vom ÖPNV aufs Rad um», sagt Fohmann. Und da Radfahrer eine schmale Silhouette haben, sind sie für Autofahrer generell manchmal spät erkennbar.

«Das gilt besonders für Pedelecs, die bis zu 25 km/h schnell werden können und gefühlt aus dem Nichts auftauchen.» Wer Radler überholen will, muss sich an den Mindestabstand von 1,50 Meter halten. Radler ihrerseits sollten nicht auf die Bürgersteige ausweichen, um Fußgänger nicht zu gefährden.

Der DVR appelliert daran, sich auch bei geringerem Verkehr an die gültigen Regeln zu halten und Rücksicht auf andere nehmen. Das trage dazu bei, Unfälle zu verhindern und Krankenhäuser und medizinisches Personal nicht zusätzlich zu belasten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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