Hyundai-Studie Seven nimmt elektrisches Luxus-SUV vorweg

18.11.2021
Hyundai bereitet ein weiteres Elektromodell für seine Ioniq-Familie vor. Mit dem Showcar Seven ebnet die Firma den Weg für ein luxuriöses Serien-SUV, das mit seinem Innenraum verblüffen will.
Elektrisch und unkonventionell: Der Hyundai Seven soll weitgehend oder sogar voll autonom fahren - zumindest in der Fantasie der Entwickler. Foto: Hyundai/dpa-tmn
Elektrisch und unkonventionell: Der Hyundai Seven soll weitgehend oder sogar voll autonom fahren - zumindest in der Fantasie der Entwickler. Foto: Hyundai/dpa-tmn

Los Angeles (dpa/tmn) – Der Ioniq 5 bekommt bald einen ganz großen Bruder. Mit der Studie Seven gibt Hyundai auf der L.A. Auto Show (19. bis 28. November) einen ersten Ausblick auf ein elektrisches SUV der Luxusklasse, das in zwei bis drei Jahren als Ioniq 7 auf den Markt kommen soll.

Die Reichweite beziffert der Hersteller schon jetzt mit rund 600 Kilometern. Hyundai macht aber Hoffnung, dass Fortschritte bei der Batterietechnologie bis zur Markteinführung vielleicht sogar einen Aktionsradius über 1000 Kilometer ermöglichen.

Ottomane und Chaiselongue

Genau wie der Ioniq 5 nutzt der 5,30 Meter lange Geländewagen eine eigene Plattform mit dem Akku im Wagenboden und bietet deshalb bei 3,20 Metern Radstand ausgesprochen viel Platz im Innenraum.

Diesen haben die Designer wie bei Studien üblich etwas freizügiger und unkonventioneller genutzt: Der Fahrersitz ist drehbar, für den Beifahrer gibt es einen Ottomanen und statt einer Rückbank prangt eine umlaufende Chaiselongue im Fond.

Und damit man von dort selbst in weniger schmucken Gegenden einen hübschen Ausblick hat, prangt am Himmel kein Panoramadach, sondern ein flächendeckender Bildschirm. Auf dem kann man dann statt Hochhausschluchten etwa das Laubdach eines Waldes anschauen.

Joystick und Cinemascope-Display

Unkonventionell ist auch das Bediensystem: Weil der Seven in der Fantasie der Entwickler weitgehend oder sogar voll autonom fahren kann, gibt es statt eines konventionellen Cockpits mit Lenkrad und Pedalen nur noch eine Art Joystick am Fahrersitz und statt klassischen Instrumenten einen Cinemascope-Bildschirm unter der Frontscheibe.

Aber die Vordenker in Korea haben mit der Studie noch ein weiteres Thema aufgegriffen: Weil das Auto mitten in der Pandemie entwickelt wurde, gibt es ein ausgefeiltes Hygienekonzept mit Infrarot-Innenraumreinigung, einem besonders leistungsstarken Luftfilter und speziellen Schubladen, in denen Schuhe, Smartphone oder Maske desinfiziert werden können.

© dpa-infocom, dpa:211118-99-46091/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Der Lexus LX600 macht in jedem Fall keinen Hehl daraus, dass ein großer Verbrenner in ihm steckt. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn Los Angeles vereint zwei Autowelten Erst Corona, dann die Chipkrise und über allem die Klimaproblematik: Die Autoindustrie hatte schon mal einen besseren Stand. Was macht die Branche auf der L.A. Auto Show daraus?
Lange unter Strom: Der E-Niro soll maximal auf eine Normreichweite von 485 Kilometern kommen. Foto: Kia Werden Akkuautos massentauglich? Während sich die Premiumhersteller gerade auf Tesla einschießen, geht die elektrische Revolution munter weiter: Zwei Klassen unter E-Tron & Co kommen bald eine Reihe von dezidierten Akku-Autos, die nicht minder alltagstauglich sind, aber nur die Hälfte kosten.
Die Toyota-Prius-Variante von Hyundai: Der Ioniq ist ein Öko-Auto mit Hybrid-, Plug-in- oder Elektroantrieb und eine der wenigen grünen Neuheiten in Genf. Foto: Thomas Geiger Lieber heute als morgen - PS-Branche zeigt sich pragmatisch Die Autobosse predigen die Neuerfindung des Autos und wagen doch nur Trippelschritte: In Genf scheint sich die PS-Branche im Kreis zu drehen, denn revolutionäre Neuheiten sucht man dort vergebens. Dafür sind viele der gezeigten Modelle reif für die Produktion.
Rustikales Debüt: Alfa Romeo wagt sich mit dem Stelvio zum ersten Mal ins Gelände. Foto: Alfa Romeo Öfter mal was Neues: Das bringt das Autojahr 2017 Vernünftige Kleinwagen, praktische Familienkutschen, trendige SUV und traumhafte Sportwagen: Auch 2017 gibt es wieder jede Menge neue Autos - und sogar das Wiedersehen mit einer fast vergessenen Marke.