Hyundai i40 ist bei HU besser als der Durchschnitt

17.03.2020
Mit seinem i40 mischt Hyundai seit neun Jahren auf dem Mittelklassemarkt mit. Bei der Hauptuntersuchung zeigt der Passat-Konkurrent Licht und Schatten.
Der Hyundai i40 verkauft sich vor allem als Kombi - die Limousine wurde eingestellt. Foto: Hyundai/dpa-tmn
Der Hyundai i40 verkauft sich vor allem als Kombi - die Limousine wurde eingestellt. Foto: Hyundai/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Seit 2011 haben Modelle wie VW Passat und Ford Mondeo auf dem europäischen Markt einen koreanischen Konkurrenten: den Hyundai i40. Der Mittelklassewagen verkauft sich vor allem als Kombi mit großem Stauraum. Bei der Hauptuntersuchung (HU) schneidet der i40 aber anders ab, als man es vom 5-Jahres-Garantie-Versprechen des Herstellers erwarten könnte.

Modellhistorie: Als neues Flaggschiff brachte Hyundai den i40 ab Mitte 2011 auf den Markt. Mit der Modellpflege von 2014 unternahm die südkoreanische Marke optische Retuschen und überarbeitete die Motoren. Ein weiteres Facelift gab es Ende 2018.

Karosserievarianten: Der i40 ist ein Auto im typischen Mittelklasseformat. Neben dem zunächst aufgelegten Kombi kam zeitverzögert eine Stufenheckversion auf den Markt. Später flog die sich schlecht verkaufende Limousine aber wieder aus dem Programm.

Abmessungen: 4,74 m bis 4,77 m x 1,82 m x 1,47 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 503 l (Limousine),553 l bis 1719 l (Kombi)

Stärken: Großes Platzangebot, präzise Lenkung und komfortables Fahrwerk. Bei der (HU) besser als der Durchschnitt: Radaufhängungen, Federn und Dämpfer sowie die Antriebswellen. Bei Feststellbremsen und Bremsschläuchen ist die Beanstandungsquote laut dem «Auto Bild TÜV Report 2020» ebenfalls niedrig. Noch besser schneidet die Auspuffanlage ab.

Schwächen: Die Rückleuchten sind bereits bei der ersten HU ein Problem. Ab der zweiten Hauptuntersuchung mehrt sich die Kritik: Überdurchschnittlich oft bemängelt werden Lenkgelenke, Scheinwerfer, Bremsscheiben sowie vereinzelt Rost an den Bremsleitungen.

Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik, die eine Mindestzulassungszahl fordert, kommt der i40 nicht vor. Das zeigt: Bei den Verkaufszahlen liegt er weit hinter der Konkurrenz. Aufgrund seiner Straßeneinsätze hat der Autoclub dennoch Erfahrungen mit dem Modell: Als Pannenschwerpunkt habe sich vor allem die Batterie gezeigt, bei Fahrzeugen mit Erstzulassung von 2011 bis 2014.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 99 kW/135 PS bis 130 kW/177 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 85 kW/115 PS bis 104 kW/141 PS

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):
- i40 1.6 GDI Comfort als Kombi (2014); 99 kW/135 PS (Vierzylinder); 99 000 Kilometer; 10 400 Euro (Limousine: 9400 Euro)
- i40 1.7 CRDi Style als Kombi (2013); 100 kW/136 PS (Vierzylinder); 134 000 Kilometer; 8750 Euro (Limousine: 8850 Euro)
- i40 2.0 GDI Premium als Kombi (2015); 130 kW/177 PS (Vierzylinder); 83 000 Kilometer; 14 750 Euro (Limousine: 14 700 Euro)


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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