Honda NSX kommt ab September für 180 000 Euro in den Handel

15.03.2016
Das Warten hat ein Ende: Über zehn Jahre nach dem Aus für den NSX bringt Honda jetzt eine Hybrid-Neuauflage des Supersportwagens aus den 1990ern an den Start.
Nippon-Neuauflage mit Elektro-Trio: Beim Honda NSX kommen drei elektrische Hilfstriebwerke zum Einsatz. Foto: Honda
Nippon-Neuauflage mit Elektro-Trio: Beim Honda NSX kommen drei elektrische Hilfstriebwerke zum Einsatz. Foto: Honda

Palm Springs (dpa/tmn) - Mit dem NSX startet Honda über zehn Jahre nach der Einstellung eine Neuauflage des Sportcoupés. Mit V6-Benziner und drei Elektromotoren kommt der Sportler in Deutschland im September in den Handel. Er soll 180 000 Euro kosten, teile der japanische Hersteller mit.

War der erste NSX ein technologischer Wegbereiter unter anderem für den Leichtbau und hat sich vieler Errungenschaften aus dem Flugzeugbau und der Formel 1 bedient, will der neue Sportwagen vor allem mit seinem Antrieb punkten. Denn wo andere Hybrid-Modelle höchstens zwei E-Motoren haben, kommen bei dem Zweisitzer drei Hilfstriebwerke zum Einsatz: Eines ist direkt mit dem 3,5 Liter großen und 373 kW/507 PS starken Benziner verbunden und füllt mit seinen 35 kW/48 PS das Turboloch.

Die beiden anderen E-Motoren leisten je 25 kW/37 PS und wirken jeweils auf ein Vorderrad. Weil sie individuell angesteuert werden und sogar entgegen der Fahrtrichtung arbeiten können, fährt der NSX schärfer und schneller um die Kurven als jeder andere Sportwagen seiner Leistungsklasse, sagt Projektleiter Ted Klaus.

Aber auch auf der Geraden macht der NSX gehörig Tempo: Mit einer Launchcontrol für den perfekten Kavalierstart beschleunigt er dem Hersteller zufolge in weniger als drei Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 307 km/h. Zwar kann der NSX mit den E-Motoren auch ein paar Kilometer rein elektrisch fahren. Doch Effizienz war nicht das bestimmende Thema, räumt Klaus ein und beziffert den Verbrauch mit 10,4 Litern. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 246 g/km.


KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Neuwagen in Europa verbrauchen einer Studie zufolge immer noch mehr Sprit als die Hersteller angegeben. Foto: Christophe Gateau/dpa Auto verbraucht mehr als angegeben - Was können Kunden tun? Wenn der Wagen mehr Sprit schluckt als vom Hersteller angegeben, ist das für Kunden ärgerlich. Das ist keine Seltenheit, wie eine Studie zeigt. Was können Verbraucher tun?
Grüne Welle: Intelligente Ampelschaltungen können beispielsweise helfen, den Verkehrsfluss in den Städten zu verbessern. Foto: Bodo Marks/dpa-tmn Mehr als Rot-Gelb-Grün: Was Ampeln alles können Seitdem die erste Ampel vor über 100 Jahren den Verkehr elektrisch regelte hat sich einiges getan. Und durch die Vernetzung moderner Autos mit den Ampelsystemen sollen diese in Zukunft noch mehr können.
Nachsitzen bitte! Manche Rückrufe sind für Autobesitzer verpflichtend - doch wie laufen die Aktionen ab? Foto: Julian Stratenschulte So funktioniert ein Fahrzeug-Rückruf Häufig lesen und hören Autobesitzer von verschiedensten Fahrzeugen, die mit einem Mangel behaftet sind und an denen nachgebessert werden muss. Doch was, wenn man selbst betroffen ist? Wie genau funktioniert so ein Rückruf, und was müssen betroffene Kfz-Halter tun?
Unter Autoherstellern, Versicherern, Zulieferern und Start-ups ist der Wettbewerb um die kommerzielle Verwertung von Daten in vollem Gange. Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa/lby Alle wollen an Autodaten verdienen Daten seien das neue Öl, lautet ein beliebter Spruch in der IT-Branche. Eine besonders ergiebige Ölquelle ist das Auto. Um die kommerzielle Verwertung der Autodaten tobt ein scharfer Wettbewerb - zu Lasten der Privatsphäre