Hitze-Tipps für Autofahrer

19.08.2020
Im Sommer wird das Auto oft zum Backofen. Empfindliche Bauteile überstehen das eventuell nicht. Damit es nicht soweit kommt, sollte man auf ein paar Sachen achten.
Gefährliches Traumwetter: Im Sommer kann es unter der Motorhaube sehr heiß werden, Bauteile können kaputtgehen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Gefährliches Traumwetter: Im Sommer kann es unter der Motorhaube sehr heiß werden, Bauteile können kaputtgehen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - An besonders heißen Tagen können die Temperaturen unter der Motorhaube eines Autos auf mehr als 100 Grad ansteigen. Dabei kann die mitunter empfindliche Elektronik und auch die Fahrzeugtechnik Schaden nehmen. Der Auto Club Europa (ACE) hat ein paar Tipps parat und sagt, worauf man unbedingt achten sollte.

Grundsätzlich gilt: Leuchtet eine rote Warnlampe, sollte bei der nächsten Gelegenheit an einer sicheren Stelle rechts rangefahren werden. Dadurch können größere Schäden verhindern werden - und man vermeidet, eventuell später auf dem Seitenstreifen oder an einer unübersichtlichen Stelle halten zu müssen.

Probleme so früh wie möglich beseitigen

Aber schon beim Leuchten der gelben oder orangen Warnleuchte sollte der Fehler unbedingt überprüft werden. Elektronische Bauelemente seien zwar grundsätzlich auch für höhere Temperaturen ausgelegt. Aber gerade beim Parken in praller Sonne könne es unter der Motorhaube so heiß werden, dass diese leiden, so der ACE. Da die Bauteile oft sicherheitsrelevante Aufgaben im Auto übernehmen, sollte das Problem umgehend beseitigt werden.

Auch ein Akku wird durch die hohen Temperaturen in Mitleidenschaft gezogen und altert schneller. Längere Stehzeiten, beispielsweise am Urlaubsort oder in der Garage, schwächen die Batterie. Denn auch Alarmanlage und Türschlösser benötigen weiter Energie. Dies sollte man im Blick haben.

Luftdruck und Kühlmittel checken

Die Experten empfehlen zudem, den Luftdruck in den Reifen alle zwei Wochen und vor jeder längeren Fahrt zu prüfen. Die Kombination von Hitze mit falschem Luftdruck sei eine der häufigsten Ursachen für Reifenschäden.

Ein weiterer Tipp: Vor der Fahrt nachschauen, ob das Kühlmittel den korrekten Füllstand hat. Typische Probleme mit dem Kühlsystem, die sich so finden lassen, seien undichte Schlauchstutzen oder Behälter sowie eine defekte Wasserpumpe. Auch die Kühlflüssigkeit der Klimaanlage sollte immer wieder mal überprüft werden.

Der ACE empfiehlt noch ein paar weitere einfache Maßnahmen für die heißen Tage:

- Das Fahrzeug im Schatten abstellen und dabei auch bedenken, dass die Sonne wandert. Ein Sonnenschutz an der Windschutzscheibe schützt beispielsweise die Elektronik im Armaturenbrett vor Hitze.

- Läuft der Motor im Stillstand bei hohen Außentemperaturen, gibt er zusätzlich Hitze ab. Deshalb gilt im Stau: Motor abstellen.

- Durch Erwärmung dehnen sich Benzin und Diesel aus, deswegen soll im Sommer nicht bis zum Anschlag vollgetankt werde. In der prallen Sonne kann der Sprit aus dem Tank laufen, das kann gefährlich werden.

© dpa-infocom, dpa:200819-99-226422/2

ACE


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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