Gegen Ende der Kindergartenzeit schon den Schulweg einüben

31.07.2019
Vor dem Schulstart ist die wichtigste Aufgabe der Eltern das Festlegen eines sicheren Schulwegs. Unter Berücksichtigung des Alters sollte man schon einige Zeit vorher gemeinsam mit dem Kind den Weg abgehen und dabei Verkehrsregeln üben.
Viele Erstklässler wollen alleine in die Schule gehen. Eltern sollten den Weg rechtzeitig mit ihrem Nachwuchs üben, und damit idealerweise schon gegen Ende des Kindergartenjahres beginnen. Foto: Jens Kalaene
Viele Erstklässler wollen alleine in die Schule gehen. Eltern sollten den Weg rechtzeitig mit ihrem Nachwuchs üben, und damit idealerweise schon gegen Ende des Kindergartenjahres beginnen. Foto: Jens Kalaene

Bonn (dpa/tmn) - Viele Erstklässler wollen alleine in die Schule gehen. Eltern sollten den Weg rechtzeitig mit ihrem Nachwuchs üben, und damit idealerweise schon gegen Ende des Kindergartenjahres beginnen, rät Andreas Bergmeier vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). So bleibt ausreichend Zeit.

Einplanen müssten Eltern vor allem Zeit und Geduld. «Mit ein oder zwei Mal abgehen, ist es nicht getan», sagt der Experte. Wichtig ist: Klar mit dem Kind einen Weg festlegen und nicht davon abweichen. Also etwa nicht an einem Tag auf der einen Straßenseite laufen und am nächsten Tag auf der anderen. Zudem geht bei der Streckenwahl Sicherheit klar vor Kürze. Das Kind muss Straßen zum Beispiel sicher queren können.

Der Nachwuchs sollte den künftigen Schulweg nicht nur in der Lernsituation erleben, sondern auch im Alltag. Es bietet sich an, Teile der Strecke etwa in tägliche Wege wie zum Supermarkt oder zum Spielplatz einzubauen, erklärt Bergmeier. Wenn das Kind dann alleine losgeht, sollte man die ersten Male noch in einigem Abstand folgen, rät der ADAC. So sieht man, ob es sich an das Erlernte hält.

Wie lang ein Grundschulkind laufen kann, hängt vom Kind ab - aber auch vom Weg. Führt der durch Parks und entlang ruhiger Straßen, kann er länger sein, als wenn er etwa über viele Kreuzungen führt, erklärt Bergmeier. In vielen Ländern gebe es bestimmte Zumutbarkeitsgrenzen. In Nordrhein-Westfalen liege sie beispielsweise bei zwei Kilometern für Schüler und Schülerinnen der Primarstufe. Dann werden Kosten übernommen, etwa für ein Busticket.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mit dem Fahrrad sollten ABC-Schützen noch nicht zur Schule fahren. Experten raten dazu frühestens ab bestandener Fahrradprüfung. Die findet in der Regel in der vierten Klasse statt. Foto: Mascha Brichta Wie das Kind sicher zur Schule kommt Kinder sollen in die Schule gehen. Beim Thema Schulweg ist das durchaus wörtlich gemeint. Denn das Kutschieren mit dem Auto bis vor den Eingang sehen Experten kritisch. Alternativen gibt es genug.
Das Üben der Wegstrecke ist für kleine Kinder wichtig, damit sie sicher zur Schule und nach Hause kommen. Foto: Patrick Pleul/Archiv Schulweg durch Rollentausch üben Und dann ist es soweit: Der Nachwuchs wird in die erste Klasse eingeschult. Das Lernen beginnt nicht erst im Unterricht, sondern bereits auf dem Weg dahin. Den Schulweg üben Eltern am besten so lange, bis die Kinder sicher sind. Diese Tipps können helfen:
Ist der Schulweg zu weit, um zu Fuß zu gehen, bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Um ein Verkehrschaos vor der Schule zu verhindern, bilden sie am besten Fahrgemeinschaften. Foto: Ralf Hirschberger Für Elterntaxi Fahrgemeinschaften bilden Parkende Autokolonnen vor den Schulen lassen sich vermeiden. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, bilden am besten Fahrgemeinschaften und halten mehrere hundert Meter vom Schulgebäude entfernt.
Übere eine Ampelkreuzung dürfen Fußgänger nur bei Grün gehen - sonst droht ein Bußgeld. Foto: Jan Woitas Helm tragen und nur bei Grün gehen In den nächsten Wochen bestreiten viele Erstklässler zum ersten mal ihren Schulweg. Damit sie die Gefahren im Straßenverkehr gut meistern, ist es wichtig, dass Erwachsene ihnen ein Vorbild sind.