Für Tempo-100-Freigabe dürfen Reifen nicht zu alt sein

15.08.2018
Bei Anhängern und Wohnwagen mit einer Tempo-100-Freigabe gibt es genaue Vorschriften, was die Reifen angeht. Diese drüfen nicht älter als sechs Jahre sein, unabhängig des Zustandes der Reifen. Entscheidend ist die DOT-Nummer auf der Reifenflanke.
Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer geben mit den ersten beiden Ziffern die Produktionswoche und mit den letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr an. Hier: 48. Woche 2017. Foto: Andrea Warnecke
Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer geben mit den ersten beiden Ziffern die Produktionswoche und mit den letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr an. Hier: 48. Woche 2017. Foto: Andrea Warnecke

München (dpa/tmn) - Wer für seinen Anhänger oder Wohnwagen eine Tempo-100-Freigabe hat, sollte sich die Reifen vor dem Urlaub gut anschauen.

Denn die dürfen laut Gesetz maximal sechs Jahre alt sein - egal wie gut sie noch sind oder wie viel Profil sie noch haben, erklärt der Tüv Süd. Und dafür ist nicht das Datum auf dem Kaufbeleg entscheidend, sondern die sogenannte DOT-Nummer auf der Reifenflanke.

Diese vierstellige Zahl am Ende einer Buchstaben- und Zahlenfolge gibt in den ersten beiden Ziffern die Produktionswoche an, und die zwei letzten weisen auf das Jahr hin - 2716 steht demnach für die 27. Woche des Jahres 2016. Wer neue Reifen kauft, achtet idealerweise darauf, dass der Zeitpunkt der Produktion nicht zu lange zurück liegt.

Davon abgesehen gilt für Reifen keine gesetzliche Altersbeschränkung, sondern nur ein Minimum von 1,6 Millimetern Restprofil. «Dennoch kauft man besser als Faustregel nach spätestens acht Jahren neue Reifen, denn das Gummi härtet mit der Zeit aus», erklärt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Die Haftung lässt dann nach, und so verlieren die spröden Pneus an Sicherheit.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Druckaustausch: Beim Radwechsel kann der Sensor des direkten RDKS auf die neue Felge umziehen. Foto: RDKS-Wissen.de Rat für Radwechsel: Auf das Reifendruckkontrollsystem achten Seit der Einführung des Reifendruckkontrollsystems im November 2014 haben Neuwagen eine Kontrollleuchte mit einem stilisierten Reifen im Cockpit. Die könnte sich spätestens beim nächsten Radwechsel melden, wenn der neue Reifensatz und das System nicht harmonieren.
Bei der Kontrolle des Reifendrucks ist die Beladung des Fahrzeugs zu beachten. Die korrekten Werte können Autofahrer der Bedienungsanleitung entnehmen. Foto: Markus Scholz Reifendruck vor Urlaubsreise an Beladung anpassen Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte das Fahrzeug vorher einem Check-up unterziehen. Dazu gehört auch das Prüfen des Reifendrucks. Hierbei ist wichtig, die Beladung zu berücksichtigen.
Nicht zu viel und nicht zu wenig: Beim Luftdruck sollten sich die Autofahrer an die Angaben der Hersteller halten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn So wichtig ist der Reifenluftdruck fürs Auto Kaum etwas ist bei einem Auto für die Sicherheit und den Fahrkomfort so wichtig wie der Reifendruck. Stimmt er nicht, gerät der Wagen aus der Balance. Dabei können Autofahrer viel falsch machen. Das beginnt schon bei der Messmethode.
Wechseln die Temperaturen, kann es eher zu einem Druckverlust kommen. Daher sollte der Reifendruck wöchentlich überprüft werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Bei Temperaturschwankungen: Reifendruck öfter kontrollieren Wenn ein Gewittertief die Hitze ablöst, oder auch wenn Autofahrer weite Strecken zurücklegen, kann es schnell zu starken Temperaturunterschieden kommen. Wichtig ist es dann, den Reifendruck regelmäßig zu checken.