Für Auto-Unfall im Ausland gerüstet sein

10.07.2019
Beim Packen des Autos sollten Urlauber nicht nur an die Koffer denken. Für Fahrten ins Ausland gehören einige Dokumente ins Handschuhfach - falls ein Unfall passiert.
Wenn es gekracht hat: Unfallstelle sichern und Europäischen Unfallbericht ausfüllen. Foto: Hagen Lehmann Cobug/HUK-COBURG/dpa
Wenn es gekracht hat: Unfallstelle sichern und Europäischen Unfallbericht ausfüllen. Foto: Hagen Lehmann Cobug/HUK-COBURG/dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Keiner wünscht sich einen Auto-Unfall auf der Urlaubsreise - wer ins Ausland fährt, sollte dafür aber vorbereitet sein.

Dazu stellen Urlauber vor der Abfahrt einige Unterlagen zusammen und legen sie ins Handschuhfach. Das rät die GDV Dienstleistungs-GmbH (GDV DL). Hierzu zählt der Europäische Unfallbericht, mit dem sich ein Crash in standardisierter Form protokollieren lässt. Das Formular gibt es auf der Website der GDV DL zum Herunterladen, oder man lässt es sich gratis mit einer Ausfüllanleitung in elf Sprachen zuschicken.

Die Experten empfehlen außerdem, die Grüne Karte einzupacken - sie kann man bei seiner Kfz-Versicherung anfordern. Das Dokument dient im Ausland als Versicherungsnachweis und ist etwa in Bosnien-Herzegowina oder in Albanien noch Pflicht - in der EU nicht. Dennoch könnte es einem auch in EU-Ländern passieren, dass die Polizei nach einem Unfall die Grüne Versicherungskarte sehen will.

Außerdem speichern sich Autofahrer den Zentralruf der Versicherer in ihrem Smartphone ab oder notieren ihn auf einen Zettel. Über diese Stelle kann in EU-Mitgliedsstaaten und in Norwegen, Island, Liechtenstein sowie der Schweiz die gegnerische Versicherung ermittelt werden.

Der von der GDV DL betriebene Zentralruf ist in Deutschland kostenfrei unter 0800/250 26 00 sowie aus dem Ausland unter +49 40 300 330 300 erreichbar (montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr). Zur Ermittlung kann man alternativ eine Online-Anfrage nutzen.

2018 ging die Zahl der registrierten Unfälle im Ausland etwas zurück: Beim Zentralruf wurden 34 785 Auslandsunfälle gemeldet, an denen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge sowie Autos mit ausländischem Kennzeichen beteiligt waren. Am häufigsten krachte es in Italien, Frankreich, den Niederlanden und Österreich. Insgesamt waren es 1,4 Prozent weniger Crashs als im Jahr zuvor (35 266).

Die GDV DL wurde von deutschen Kfz-Versicherern und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gegründet.

Europäischer Unfallbericht zum Download

Zentralruf der Versicherer


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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