Fiat zeigt neuen 500 als E-Auto

05.03.2020
Neuer Fiat 500 als reines Elektroauto: Der Kleinwagen zeigt nicht nur Anleihen ans Original der 1950er Jahre, sondern nimmt auch die Zukunft ins Visier.
Elektromobil: Der elektrische Fiat 500 kann bis zu 320 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen. Foto: FCA Group/dpa-tmn
Elektromobil: Der elektrische Fiat 500 kann bis zu 320 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen. Foto: FCA Group/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Fiat hat einen neuen 500 präsentiert. Der Kleinwagen mit Retro-Chic soll als erstes Modell der Italiener rein elektrisch fahren. Daneben gehen zahlreiche Assistenzsysteme und ein neues vernetztes Infotainmentsystem an Bord des Viersitzers.

Bis zu 320 Kilometer Reichweite soll der unter vier Meter lange Wagen mit einer Ladung schaffen, berichtet der Hersteller.

Eine besonders gut ausstaffierte erste Auflage lässt sich als Cabrio inklusive Lade-Wallbox ab 37 900 Euro bestellen. Zum genauen Marktstart und Preis der Einstiegsversion wollten sich die Italiener im Moment noch nicht äußern.

Knubbeliger Charme - Klar als 500 zu erkennen

Fiat spricht beim elektrischen 500 von der dritten Generation seines Klassikers, hält aber die zweite mit Verbrennern und Hybriden weiterhin im Angebot. Der neu konstruierte 500 ist äußerlich klar als solcher zu erkennen: Auch das E-Mobil zitiert wie die zweite Generation seit 2007 formal den Urahn von 1957. Ein Teil der Scheinwerfereinheiten wandert auf die Motorhaube. So unterbrochen, wirkt es ein wenig so, als zeige das Auto keck hochgezogene Augenbrauen auf den runden Scheinwerfern.

Die neue Plattform ist um jeweils 60 Millimeter länger und breiter. Der Radstand wächst um 20 Millimeter. Die Batterien stecken unter dem flachen Ladeboden. Eine Füllung soll für maximal 320 Kilometer (WLTP-Norm) gut sein und sich beim Schnellladen in 35 Minuten wieder zu 80 Prozent laden lassen. Der Elektromotor leistet laut Hersteller 87 kW/118 PS und beschleunigt das Auto vom Stand nach neun Sekunden auf Tempo 100. Die Spitze ist auf 150 km/h begrenzt. Ein Sparmodus kann sie zugunsten maximaler Reichweite auf 80 km/h begrenzen.

Assistenzsysteme und Konnektivität

Zahlreiche elektronische Hilfssysteme können an Bord gehen. Sie halten automatisch den Abstand zum Vordermann oder die Spur. Rundumblick bietet eine 360-Grad-Kamera und ein weiterentwickelter Totwinkel-Assistent soll die Sicherheit verbessern.

An der Mittelkonsole zeigt sich ein neues Infotainmentsystem mit rund zehn Zoll großem berührungsempfindlichen Bildschirm. Via Smartphone-App können Nutzer unter anderem den Ladestand der Batterie und Infos wie etwa den Reifendruck fernabfragen oder das Auto orten lassen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Strom tanken, zapfen oder laden? Wie auch immer. Fest steht, dass die Elektromobilität viele neue Begriffe in den Alltag der Autofahrer bringt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Das große Glossar rund ums E-Auto CCS, Range-Extender und PSM: Wer sich mit Elektroautos beschäftigt, trifft auf Begriffe, die mehr nach Raumfahrt als nach Straßenverkehr klingen. Unwissenheit herrscht oft auch bei praktischen Fragen wie Tanken und Reichweite. Eine kleine Stromerkunde schafft Abhilfe.
Marathonläufer: Mit seiner rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern legt der Plug-in-Hybrid VW Golf GTE etwas mehr als eine offizielle Marathondistanz von 42,195 Kilomtern zurück. Foto: Volkswagen AG Mit dem Strom fahren: Welches Elektroauto zu wem passt Die Prämie ist da: Seit Juli können sich Autokäufer, die mit einem Elektroauto liebäugeln, den Kauf mit bis zu 4000 Euro fördern lassen. Zeit, um herauszufinden, welches E-Modell zu welchem Fahrer passt - doch reicht überhaupt die Auswahl dafür?
Auch die Rückleuchten sind rund: der Honda «e» auf dem Frankfurter Messestand. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn Honda «e» startet im Frühjahr durch Knubbelig und abgerundet: Bei seinem neuen Mini-Stromer setzt Honda auf das Kindchenschema. Auf den Markt kommen zwei Motorvarianten. Eine Schnellladefunktion ist immer dabei.
Wird das der nächste Käfer oder Golf? Die Frage dürfte bis zum Ende des Jahrzehnts offen bleiben, denn bis dahin hat VW eine Serienversion der Studie I.D. angekündigt. Foto: Thomas Geiger In Paris beginnt die Zukunft des Autos Die Autohersteller zeigen auf dem Pariser Salon den Weg in eine bessere Zukunft und wollen der intelligenten Elektromobilität doch noch zum Durchbruch verhelfen. Bis der kommt, geht es weiter wie bisher - mit smarten Kleinwagen sowie SUV, SUV und noch mal SUV.