Falsche Pannenhelfer schröpfen Autofahrer in Osteuropa

17.07.2019
Wer mit dem Auto liegen bleibt, ist froh, wenn ein Pannenhelfer schnell zur Stelle ist. Doch in Osteuropa wird der Reparatur- und Abschleppdienst oft zur Abzocke. Autofahrer sollten sich von falschen Service-Anbietern nicht täuschen lassen.
In Osteuropa sollten Autofahrer genau prüfen, welchen Pannennotdienst sie beauftragen. Denn einige Betrüger geben sich als ADAC-Mitarbeiter aus. Der Autoclub betreibt jedoch keine eigene Flotte im Ausland. Foto: Jan-Philipp Strobel
In Osteuropa sollten Autofahrer genau prüfen, welchen Pannennotdienst sie beauftragen. Denn einige Betrüger geben sich als ADAC-Mitarbeiter aus. Der Autoclub betreibt jedoch keine eigene Flotte im Ausland. Foto: Jan-Philipp Strobel

München (dpa/tmn) - Autofahrer müssen sich in Osteuropa vor Betrügern in Acht nehmen, die sich als Pannenhelfer ausgeben. Der ADAC warnt vor Kriminellen, die in den Farben des Autoclubs viel Geld fürs Abschleppen und für teilweise unnötige Reparaturen verlangen.

Neben Ungarn und Serbien seien die Betrüger verstärkt in Bulgarien, Kroatien und Slowenien tätig. Auch in der Slowakei, Litauen und Polen komme diese Masche vor. Dabei rüsten Betrüger Autos und Mitarbeiter mit dem typisch gelben Aussehen aus und kleben oft auch das Clublogo oder die Aufschrift «Im Auftrag des ADAC» auf.

Aber der ADAC betreibt nach Eigenauskunft gar keine eigene Flotte im Ausland - und dortige Partner dürften weder an Autos noch an Werkstätten die Clublogos nutzen. Einzige Ausnahme: In Norditalien setzt der ADAC einen Fahrer als Pannenhelfer ein.

Oft bieten die falschen Helfer bereits gleich nach der Panne ihre Dienste an, weil sie an der Autobahn warten. Die Betrüger stören sogar den Mobilfunk, um keinen Kontakt zum echten ADAC-Auslandsnotruf zu ermöglichen. In so einem Fall sollte man das Auto abschließen, ein paar Meter weitergehen und den Anruf erneut zu versuchen. Der ADAC-Auslandsnotruf ist unter +49 89 222222 zu erreichen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vorsicht Falle: Der ADAC warnt vor Betrügern, die in Osteuropa in den Farben des Autoclubs auftreten, um Pannenhilfe und Reparaturen für viel Geld anzubieten. Das Bild zeigt ein Fahrzeug im ADAC-Look in Serbien. Foto: ADAC/dpa-tmn ADAC warnt vor falschen Pannenhelfern in Osteuropa In Osteuropa müssen sich Urlauber vor Betrügern in Acht nehmen. Diese geben sich als ADAC-Pannenhelfer aus. Davor warnt der Autoclub.
Falscher «Gelber Engel»: In Ungarn und Serbien rücken Betrüger mit gefälschten ADAC-Autos aus, um an Geld fürs Abschleppen und überteuerte Reparaturen zu kommen. Foto: ADAC Ungarn und Serbien: Falsche ADAC-Pannenhelfer unterwegs Das Auto bleibt stehen. Ein Pannenhelfer muss her. Vorsicht ist geboten, heißt es derzeit in Serbien und Ungarn. Denn laut Automobilclub tummeln sich dort wohl falsche ADAC-Pannenhelfer.
Bei der Ahndung von zu schnellem Fahren hat sich die Radarfalle bewährt. Das Gerät wird 60 Jahre alt. Foto: Rolf Vennenbernd 60 Jahre Radarfalle - Siegeszug der ungeliebten «Blitzer» Seit 60 Jahren stellt die Polizei mit Radargeräten Temposündern nach. Doch die Geschwindigkeitskontrolle selbst ist in Deutschland schon mehr als 100 Jahre alt.
An die Kette legen: Wer sein Motorrad liebt, sucht immer nach bestmöglichen Sicherungssystemen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Was wirklich vor Motorraddiebstahl schützt Die Motorrad-Branche boomt und die Vielfalt der Stile von Bobber bis Scrambler bringt so viele attraktive Bikes hervor, wie nie zuvor. Das goutieren auch die Langfinger. Wie können Biker den Dieben das Leben möglichst schwer machen?