Falsch getankt - Was sind die Folgen?

23.05.2017
Benzin oder Diesel - das macht einen großen Unterschied. Wer aus Versehen mal den falschen Kraftstoff in sein Auto füllt, sollte jedoch nicht in Panik ausbrechen. Hier die wichtigsten Informationen für den Fall der Fälle.
Betankt man versehentlich ein Dieselfahrzeug mit Benzin, sollte man auf keinen Fall den Motor starten. Foto: Arno Burgi/dpa
Betankt man versehentlich ein Dieselfahrzeug mit Benzin, sollte man auf keinen Fall den Motor starten. Foto: Arno Burgi/dpa

Essen (dpa/tmn) - Ein paar Sekunden Unachtsamkeit an der Tankstelle können unangenehme Folgen haben. Wer sein Dieselfahrzeug versehentlich mit Benzin betankt, riskiert erhebliche Schäden.

Der Grund: Schon geringe Mengen des falschen Treibstoffs lassen bei modernen Common-Rail-Diesel-Motoren oder Motoren mit Pumpe-Düsen-Technik den Schmierfilm der Einspritzpumpe reißen, erklärt der Tüv Nord.

Wer den Motor startet, muss deshalb mit hohen Kosten für die Reinigung oder den Austausch des Einspritzsystems und der Kraftstoffleitungen rechnen. Deshalb sollte man den Motor nach dem Fehlbetanken auf keinen Fall anlassen, sondern das Benzin schnellstmöglich fachgerecht abpumpen lassen. Einige Hersteller bieten für ihre Dieselfahrzeuge spezielle Sicherheitseinfüllstutzen an, so dass ein Fehlbetanken technisch ausgeschlossen ist.

Weil die dicke Diesel-Zapfpistole nicht in den schmaleren Benzin-Einfüllstutzen passt, kommt der umgekehrte Fall - Diesel in den Benzinmotor - praktisch kaum vor. Wer Normalbenzin statt Super oder Super Plus tankt, muss sich in der Regel keine Sorgen machen. Moderne Fahrzeuge sind mit Klopfsensoren ausgestattet und stellen sich automatisch auf die schlechtere Benzinqualität ein. Es kommt lediglich zu einem Leistungsabfall.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Nicht vergessen: In vielen Ländern wird für die Benutzung von Autobahnen eine Maut fällig. Foto: Andrea Warnecke Was Autofahrer bei Reisen ins Ausland beachten sollten Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeldkatalog noch vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur mit dem Tempo sollten Autofahrer im Ausland aufpassen. Es gibt noch mehr zu beachten.
Freie Fahrt: Sind keine speziellen Radampeln vorhanden, gelten für Radler ab 2017 nicht die Fußgänger-, sondern die Fahrverkehrsampeln. Foto: Bodo Marks Was sich 2017 im Straßenverkehr ändert 2017 bringt auch für den Straßenverkehr einige Neuerungen mit sich. Vor allem radelnde Eltern dürften sich freuen: Sie dürfen ihren Nachwuchs künftig auch auf dem Fußweg begleiten.
Laut StVO müssen einander entgegenkommende Fahrzeuge, die jeweils nach links abbiegen wollen, voreinander abbiegen. Foto: Marijan Murat Müssen Linksabbieger voreinander abbiegen? Kaum ein Fahrmanöver sorgt unter Autofahrern für derart viel Verwirrung wie das Linksabbiegen. Manche Verkehrsteilnehmer beharren darauf, nacheinander die Kreuzung zu überqueren. Doch was sieht die StVO vor?
Und plötzlich steht man im Stau. Foto: Jan Woitas Stau-Tipps für Auto-Urlauber Die Sommerreisewelle rollt - hoffentlich. Denn mit stockendem Verkehr und langen Staus auf den Autobahnen müssen sich Autoreisende in den nächsten Wochen einstellen. Doch wie bereitet man sich auf den absehbaren Stillstand vor und was ist in einem Stau zu beachten?