Fahrradträger für E-Bikes: Billig-Systeme fallen durch

28.06.2017
Fahrradträger für E-Bikes unterscheiden sich in Qualität und Preis. Wie das Verhältnis bei den jeweiligen Produkten aussieht, hat eine neue Studie ergeben. Ihr zufolge lohnt es sich, tiefer in die Tasche zu greifen.
Haben Fahrradträger für E-Bikes einen besonders festen Sitz auf der Anhängerkupplung, schlägt es sich meist in ihrem Preis nieder, so ein Testergebnis Foto: Kai Remmers
Haben Fahrradträger für E-Bikes einen besonders festen Sitz auf der Anhängerkupplung, schlägt es sich meist in ihrem Preis nieder, so ein Testergebnis Foto: Kai Remmers

Stuttgart (dpa/tmn) - Bei Fahrradträgern für die Anhängerkupplung zum Transport von E-Bikes gilt: Qualität hat ihren Preis. Das ist ein Ergebnis eines Tests von «Auto, Motor und Sport» (Ausgabe 14/2017) mit der Schwester-Zeitschrift «Mountainbike».

Im Fokus waren: Acht Systeme, die ausdrücklich für den Transport von elektrischen Fahrrädern auf der Anhängerkupplung zugelassen sind. Teure Träger haben dabei eindeutig die Nase vorn. Denn E-Bikes sind schwerer als herkömmliche Räder. Daher sei Stabilität und ein besonders fester Sitz auf der Kupplung gefragt, das koste Geld. Mit einer Ausnahme zeigten Produkte unter 500 Euro «erhebliche» Schwächen. Drei günstige fielen durch. Zum Teil bemängeln die Tester die Verarbeitung, den zu lockeren Sitz, was zu Bewegungen unter Belastungen und zu Kratzer am Auto führen könne. Bei zwei Trägern rutschten die Räder aus der Führungsschiene.

Testsieger ist der «Thule EasyFold XT 2» (700 Euro). Auf Platz zwei folgen punktgleich und ebenfalls «sehr empfehlenswert» der «Westfalia Bikelander» (519 Euro) und der «Uebler X21 S DC» (819 Euro im Test, da mit Einparkhilfe, ansonsten rund 560 Euro).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
E-Bikes gibt es heute fast bei allen Fahrradgattungen. So können sich auch Mountainbiker elektrisch unterstützen lassen. Foto: Tobias Hase Kaufberatung für E-Bikes Pedelecs boomen. Gleichzeitig wächst die Produktvielfalt, und die Technik ist komplizierter, als bei einem Fahrrad ohne eingebauten Rückenwind. Die Anschaffung erfordert eine Menge Entscheidungen.
Schneller Gleiter: S-Pedelcs unterstüzten ihre Fahrer bis zu einem Tempo von 45 km/h bei der Tretarbeit. Foto: koga.com/pd-f.de Was Radler beim S-Pedelec beachten müssen S wie Speed: Gegenüber einem Pedelec hat ein S-Pedelec mehr Leistung und gilt verkehrsrechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad. Es soll vor allem Pendler glücklich machen. Tut es das?
Wer mit dem E-Tretroller im öffentlichen Straßenverkehr fahren will, braucht ein Versicherungskennzeichen zum Aufkleben. Foto: Elke A. Jung-Wolff/GDV/dpa-tmn Alles über die neuen E-Tretroller Künftig dürfen Elektro-Tretroller in Deutschland im Straßenverkehr fahren. Aber nicht jedes Modell bekommt eine Zulassung. Worauf müssen Käufer achten, um legal und sicher zu rollern?
Mit den Mountainbikes kamen Federgabeln auf und etablierten das Thema Federung allgemein beim Fahrrad. Foto: Martin Erd/www.haibike.de/pd-f Fahrradfederungen im Überblick Mehr Komfort, mehr Bodenhaftung: Federungen am Fahrrad machen das Sitzen im Sattel bequemer und sicherer. Die technischen Lösungen sind teils sehr komplex. Aber manchmal genügt schon geringerer Luftdruck.