Energiesparende Reifen sollen künftig gekennzeichnet sein

14.05.2020
Auch die richtigen Autoreifen können helfen, den Spritverbrauch und damit den Schadstoffausstoß zu senken. Um entsprechende Modelle in Zukunft besser zu erkennen, hat das Europaparlament nun eine neue Kennzeichnung beschlossen.
In Zukunft sollen Verbraucher darüber informiert werden, ob Autoreifen energiesparend sind oder nicht. Das Europaparlament hat sich gerade auf ein neue Kennzeichnung geeinigt. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn
In Zukunft sollen Verbraucher darüber informiert werden, ob Autoreifen energiesparend sind oder nicht. Das Europaparlament hat sich gerade auf ein neue Kennzeichnung geeinigt. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn

Brüssel (dpa) - Reifen sollen ab dem kommenden Jahr genauer gekennzeichnet werden, damit Verbraucher leichter energiesparende Modelle auswählen können. Die EU-Abgeordneten stimmten den neuen Regeln nun zu, wie das Europaparlament mitteilte.

Das Abkommen muss nun noch formell von den EU-Ländern im Ministerrat verabschiedet werden. Dann würde es nach Angaben des Parlaments ab dem 1. Mai 2021 in Kraft treten. Ziel der neuen Regeln ist weniger Spritverbrauch, was das Klima und auch den Geldbeutel entlasten soll.

Das neue System könnte laut EU-Parlament dazu beitragen, CO2-Emissionen um 10 Millionen Tonnen zu verringern. Den Vorschlag für eine bessere Kennzeichnung hatte die EU-Kommission schon im Mai 2018 vorgelegt. Hintergrund ist der steigende Energieverbrauch im Straßenverkehr, der auch mehr Treibhausgase bedeutet. Demnach sollen die Informationen auf den Reifen besser sichtbar und genauer werden.

Die Verordnung stelle sicher, dass Verbraucher klare, relevante und vergleichbare Informationen bei der Wahl der Reifen erhielten, erklärte die finnische Berichterstatterin Henna Virkkunen (EVP). Auch Reifen, die wenig Abrieb haben, sollten dadurch besser gekennzeichnet werden. Partikel aus dem Abrieb von Reifen verursachten einen Großteil des Mikroplastiks in der Umwelt, so Virkkunen.

Neue Vorgaben sollen zudem dafür sorgen, dass der Markt überwacht und die Regeln durchgesetzt werden. Optisch soll die Kennzeichnung ähnlich aussehen, wie das geläufige EU-Energielabel, das eine Farbabstufung von grün bis rot nutzt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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