E-Mobilität: Benzin rund 90 Prozent teurer als Strom

19.08.2021
E-Autos sorgen seit einigen Jahren für viele Diskussionen. Was außer Frage steht: Sie verbrauchen viel Strom. Die Kosten dafür liegen aber sehr deutlich unter denen für Benzin.
Wer Strom tankt, zahlt deutlich weniger. Im Vergleich liegen Benzinkosten derzeit um 90 Prozent höher. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Wer Strom tankt, zahlt deutlich weniger. Im Vergleich liegen Benzinkosten derzeit um 90 Prozent höher. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

München (dpa) - Die Stromkosten für Elektroautos sind nach Berechnungen des Portals Check24 erheblich günstiger als die Spritkosten eines herkömmlichen Benziners. Ausgehend vom jährlichen Durchschnittsverbrauch und durchschnittlichen Jahreskilometern bezifferte das Unternehmen die jährlichen durchschnittlichen Benzinkosten auf 1385 Euro.

Basis waren dabei die Durchschnittspreises im Juni. Der Strom für die gleiche Fahrleistung eines E-Autos würde demnach 730 Euro kosten, womit die Benzinkosten um 90 Prozent höher wären.

Die Benzinpreise sind nach einem Tief zu Beginn der Corona-Krise stark gestiegen. Grundlage der Schätzung sind Statistiken von Behörden und Verbänden und eigene Berechnungen des Münchner Unternehmens. Das Bundesverkehrsministerium beziffert den Durchschnittsverbrauch der Autos in Deutschland auf 7,8 Liter pro 100 Kilometer. Den durchschnittlichen Stromverbrauch eines E-Autos schätzt Check24 auf Basis von ADAC-Daten und eigenen Berechnungen auf 20,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Die durchschnittliche Fahrleistung beziffert das Portal auf 11.387 Kilometer im Jahr, basierend auf Daten seiner Kfz-Versicherungskunden.

Autos mit herkömmlichem Motor sind nach einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag von Check24 jedoch nach wie vor viel beliebter als Elektrofahrzeuge. Von den gut 2030 Befragten sagten nur zehn Prozent derjenigen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten ein Auto kauften oder dies planen, dass sie sich für ein Elektroauto entschieden oder dies beabsichtigen.

© dpa-infocom, dpa:210819-99-895110/5


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Elektromobilität in Deutschland nimmt Fahrt auf: Neue Modelle und eine bessere Infrastruktur sind geplant. Foto: Uli Sonntag/Volkswagen/dpa-tmn Darauf kommt es beim Elektroauto-Kauf an Wer vom Verbrenner auf ein Auto mit Elektroantrieb umsteigen will, muss sich vor dem Kauf einige Gedanken über die Nutzung machen. Aber was sind eigentlich die wirklich wichtigen Fragen?
Ein Elektroauto lädt an einer Ladestation. Foto: Hendrik Schmidt/dpa «Laternenparker» sucht Ladesäule Für Eigenheimbesitzer und Dienstwagenfahrer ist das Laden eines E-Autos eine einfache Sache. Aber was machen die anderen?
Beim Tanken an der Ladesäule können Autofahrer oftmals nur mit sehr viel Aufwand feststellen, was sie der Strom kosten wird, bemängelt der ADAC. Foto: Lino Mirgeler/dpa Kostenfalle Ladesäule: Beim Autostrom ist viel Planung nötig Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, müssen mehr Elektroautos auf die Straße. Das Netz der Ladesäulen wächst, doch beim Bezahlen gibt es noch viele Probleme.
Marathonläufer: Mit seiner rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern legt der Plug-in-Hybrid VW Golf GTE etwas mehr als eine offizielle Marathondistanz von 42,195 Kilomtern zurück. Foto: Volkswagen AG Mit dem Strom fahren: Welches Elektroauto zu wem passt Die Prämie ist da: Seit Juli können sich Autokäufer, die mit einem Elektroauto liebäugeln, den Kauf mit bis zu 4000 Euro fördern lassen. Zeit, um herauszufinden, welches E-Modell zu welchem Fahrer passt - doch reicht überhaupt die Auswahl dafür?