E-Auto für rund 20 000 Euro: VW zeigt Studie ID Life

06.09.2021
Volkswagen arbeitet an einem elektrischen Einstiegsmodell - der ID Life gibt jetzt einen ersten Ausblick darauf. Wann bringt VW das E-Auto für rund 20 000 Euro?
Klare Kanten: Mit der Studie ID Life zeigt VW ein Einstiegsmodell, das im Jahr 2025 auf den Markt kommen soll. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn
Klare Kanten: Mit der Studie ID Life zeigt VW ein Einstiegsmodell, das im Jahr 2025 auf den Markt kommen soll. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - E-Mobilität soll erschwinglicher werden - daran arbeitet auch Volkswagen. Mit der Studie ID Life zeigt der Hersteller nun auf der Messe IAA in München (7. bis 12. September) einen ersten Ausblick auf ein neues Einstiegsmodell.

Wenn der Kleinwagen im Jahr 2025 als Erweiterung der ID-Familie auf den Markt kommt, soll er VW zufolge bei «ungefähr 20 000 Euro» starten und somit um 10 000 Euro günstiger als aktuell der ID3 sein.

Dafür hat VW seinen Elektrobaukasten überarbeitet und einen 4,09 Meter langen Kleinwagen mit Frontmotor konstruiert. Der hat in der Studie eine Leistung von 172 kW/234 PS und beschleunigt den Fünftürer mit bis zu 290 Nm in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Maximal sollen laut VW 180 km/h möglich sein.

Kleinwagen im Crossover-Stil

Der Akku mit 57 kWh gibt seinen Strom erstmals bei VW nicht nur an den Motor, sondern auch wieder ans Netz ab. So soll er zum Beispiel ein Haus versorgen oder ein E-Bike laden können. Nutzt man die Energie nur zum Fahren, genügt sie laut VW für bis zu 400 Kilometer.

Zwar hat VW bereits sehr konkrete Pläne für den im Crossover-Stil gezeichneten Kleinwagen. Doch wie jede Studie steckt auch der ID Life voller Details, die so vermutlich nicht in Serie gehen werden.

Das dürfte für das weitgehend auf Sensorfelder im Lenkrad umgestellte Bedienkonzept gelten, ebenso für das sogenannte Luftkammer-Textil aus wiederverwerteten PET-Flaschen, das VW für Fronthaube und Dach nutzt. Und auch wenn Kameras statt Spiegel im Auto nicht mehr wirklich neu sind, erscheinen auch sie im knappen Kostenrahmen schwer darstellbar.

© dpa-infocom, dpa:210906-99-114489/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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