Diese Gefahren lauern am Schulbus-Stopp

14.05.2020
Die Schule ist aus und jeder will der Erste sein: Doch Kinder, die an der Schulbus-Haltestelle zu nah an der Bordsteinkante stehen, begeben sich in große Gefahr.
Am Schulbus kommt es schnell zu Drängeleien. Das erhöht für Schüler die Gefahr, von einem Bus erfasst zu werden. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa-tmn
Am Schulbus kommt es schnell zu Drängeleien. Das erhöht für Schüler die Gefahr, von einem Bus erfasst zu werden. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Damit Kinder den Schulbus sicher nutzen können, sollten sie unbedingt einige Regeln beachten. Das fängt schon Zuhause an: Wer rechtzeitig aufbricht, vermeidet gefährliche Aktionen aus Zeitnot, etwa ohne nach links und rechts zu schauen über die Straße zu rennen. Darauf weist die Prüforganisation Dekra hin.

An der Bushaltestelle sind rennen, toben oder schubsen tabu. Am besten halten Kinder hier mindestens einen Meter Abstand zum Bordstein. Wenn sie zu dicht am Rand stehen, könnten sie ein- und ausfahrende Busse beim Ausschwenken erfassen. Manchmal schützen daher auch Gitter einen solchen Bereich. Dann gilt: Unbedingt dahinter bleiben, um nicht zwischen einem Bus und der Absperrung eingeklemmt zu werden.

Vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße zu laufen, ist lebensgefährlich. Immer erst warten, bis der Bus weggefahren ist, um wirklich zu überblicken, ob die Straße frei und gefahrlos überquerbar ist. Aussteigenden lässt man den Vortritt. Wer ohne zu drängeln einsteigt, stolpert und stürzt nicht so schnell. Und ohne Sitzplatz hält man sich unterwegs bestmöglich fest.

Der Bus als Transportmittel für Schülerinnen und Schüler ist laut Dekra zwar eines der sichersten Verkehrsmittel, dennoch würden alljährlich fast 5000 Schulkinder beim Busfahren verletzt. Das passiert im Bus, beim Ein- und Aussteigen, an der Bushaltestelle oder wenn Kinder über die Straße laufen, erläutert die Organisation mit Verweis auf die Zahlen der Gesetzlichen Unfallversicherung.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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