Die meisten Kindersitze erhalten gute Testnoten

26.05.2020
Kinder dürfen nur gut gesichert auf dafür vorgesehenen Sitzen im Auto mitfahren. Der ADAC hat 26 Kindersitze getestet. Der Großteil schneidet gut ab - doch auf was müssen Eltern achten?
Sensible Fracht: Damit das Baby sicher mitfährt, sollten Eltern den Autositz gründlich testen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Sensible Fracht: Damit das Baby sicher mitfährt, sollten Eltern den Autositz gründlich testen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Gute Nachrichten für Eltern, die einen neuen Kindersitz suchen: Die meisten Modelle schneiden in einem ADAC-Test «gut» ab. Die Mehrheit übertrifft zudem die gesetzlichen Anforderungen «teils deutlich».

Der Autoclub hat 26 Babyschalen und Sitze für alle Altersklassen von rund 75 bis 700 Euro auf Sicherheit, Handhabung und Schadstoffe geprüft.

18 Modelle erhielten die Note «gut», 6 weitere waren «befriedigend». Die Babyschale «Silver Cross Dream + Dream i-Size Base» für rund 500 Euro erreicht sogar die Note «sehr gut». Das Schlusslicht ist mit rund 75 Euro der billigste Sitz und bekommt ein «Ausreichend». Kein Modell fällt durch, und alle Sitze haben den nicht gesetzlich für alle Produkte vorgeschriebenen Seitenaufpralltest bestanden.

Auto und Kind beim Kauf mitnehmen

Wer einen Kindersitz braucht, sollte beim Aussuchen immer das Auto und sein Kind mitnehmen, um verschiedene Modelle vor Ort auszuprobieren. Nicht jedes Modell passt gleich gut in jedes Fahrzeug oder zu jedem Kind. Außerdem lässt sich so gleich prüfen, wie praktisch die einzelnen Produkte zu handhaben sind. Denn auf den richtigen Einbau und Einstellung der Gurte kommt es bei der Sicherheit an.

Damit die Systemen optimal schützen können, müssen zum Beispiel die Gurte straff gezogen und Jäckchen unter dem Beckengurt herausgezogen sein. Nur so kann der Gurt nah am Körper verlaufen. Wichtig: Regelmäßig sowohl die Rückenstütze als auch die Gurte an die Größe des Nachwuchses anpassen.

Testsieger in sieben Klassen unterteilt

In den sieben untersuchten Klassen für unterschiedliche Altersspannen von der Babyschale bis zum mitwachsenden Sitz haben folgende Modelle die Nase jeweils vorn:

- Alter bis circa 1 Jahr: «Maxi-Cosi Coral + FamiliyFix3» wird mit «gut» (Note 1,6) bewertet und kostet rund 520 Euro.
- Alter bis circa 1,5 Jahre: «Silver Cross Dream + Dream i-Size Base» wird mit «sehr gut» (1,5) bewertet und kostet rund 500 Euro.
- Alter bis circa 4 Jahre: «Besafe iZi Twist B» ist «gut» (2,4) und kostet rund 700 Euro.
- Alter bis circa 7 Jahre: «Maxi-Cosi Beryl» wird mit «befriedigend» (3,4) bewertet und kostet rund 400 Euro.
- Alter circa 1 bis 4 Jahre: «Besafe iZi Twist» wird mit «gut» (2,3) bewertet und kostet rund 600 Euro.
- Alter circa 1 bis 12 Jahre: «CBX Xelo» wird mit «gut» (2,4) bewertet und kostet rund 170 Euro.
- Alter circa 4 bis 12 Jahre: «Cybex Solution Z i-Fix» wird mit «gut» (1,9) bewertet und kostet rund 210 Euro.

ADAC-Test


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mit Beratung und Probemontage: Einen passenden Kindersitz zu finden, kann für Eltern kompliziert werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Wie Sie den Auto-Kindersitz richtig auswählen und montieren Ein Kindersitz fürs Auto muss dem Kind passen. Gar nicht so einfach, die Auswahl ist groß. Auch bei der Montage lauern ein paar Fallstricke. Worauf sollten Eltern besonders achten?
Gerade Familien mit vielen Kindern brauchen mehr Platz - welcher Autotyp wird den Bedürfnissen am besten gerecht? Foto: Silvia Marks Die Qual der Wahl beim Familienauto Geräumig, praktisch, sicher und nicht zu teuer. Familienautos sind die eierlegende Wollmilchsau. Sie müssen alles können, dabei am besten noch gut aussehen und bezahlbar sein. Die Auswahl ist groß.
Nicht vergessen: Fährt ein Kind in der Babyschale auf dem Beifahrersitz mit, muss der Airbag dort aus Sicherheitsgründen abgeschaltet sein. Foto: Andrea Warnecke Fehler bei Autokindersitzen vermeiden Kindersitz ist nicht gleich Kindersitz, anschnallen ist nicht gleich anschnallen: Das Thema Autofahren und Nachwuchs kann ganz schön kompliziert sein - und damit Eltern zu Fehlern verleiten. Sieben typische Fehler und wie man es richtig macht.
Eine Laderaumabdeckung kann verhindern, dass sich das Gepäck selbstständig macht. Foto: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn So beladen Sie das Auto richtig Egal, ob nach dem Einkauf im Baumarkt oder Möbelhaus und vor der Fahrt in den Urlaub: Nur wer sein Auto richtig belädt, vermeidet Bußgelder und fährt auch sicher.