Der Smart Fortwo (seit 2014)

30.11.2021
Ein Fall für zwei? Genau. Bei einem Smart Fortwo müssen Sie sich genau überlegen, wen Sie mögen und mitnehmen wollen. Wer noch einen Mini mit Verbrenner haben will, muss gebraucht zuschlagen.
Zweisitzer für Minimalisten: Der Smart Fortwo zeigt sich seinen Passagieren geräumig, viel Gepäck kann naturgemäß bei rund 2,70 Meter Länge aber nicht mehr mit. Foto: Smart/dpa-tmn
Zweisitzer für Minimalisten: Der Smart Fortwo zeigt sich seinen Passagieren geräumig, viel Gepäck kann naturgemäß bei rund 2,70 Meter Länge aber nicht mehr mit. Foto: Smart/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ob Autos in Innenstädten überhaupt noch Sinn ergeben? Darüber mögen manche trefflich streiten. Die besten Chancen auf Durchkommen und Parkplätze haben solche, die oft als City-Flitzer bezeichnet werden.

Einer der bekanntesten: der Smart Fortwo. Der schneidet einerseits bei der Hauptuntersuchung (HU) recht gut ab, zeigt sich aber pannenanfällig.

Modellhistorie:

Als der erste Smart 1998 herauskam, war er etwas Besonderes: So ein kleines Auto hatte es lange nicht gegeben, doch der Verkauf lief schleppend an. Die nunmehr dritte Generation ist seit 2014 im Verkauf. 2017 wurde eine Elektroversion (electric drive) eingeführt, seit 2018 tragen die elektrischen Smarts den Beinamen EQ. 2019 stellte Smart die Modelle mit Verbrennungsmotor ein.

Karosserievarianten: Den Smartwo Nummer drei gibt es als geschlossenen Zweisitzer und seit 2016 als Cabriolet mit elektrischem Faltverdeck und herausnehmbaren Dachholmen.

Abmessungen (laut ADAC): 2,70 m x 1,66 m x 1,56 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 260 l (Elektroversion: 150 l).

Stärken: Vor allem sein Wendekreis von nur 7,30 Meter macht das Auto handlich. Der ADAC lobt das trotz geringen Abmessungen gute Raumangebot für die beiden Insassen und die umfangreiche Sicherheitsausstattung mit fünf Airbags und Fußgängerschutzsystem - dem das Auto sein Knubbelgesicht verdankt.

Bei der HU liegen die Mängelquoten bei den Fahrwerkskomponenten laut «Auto Bild Tüv-Report 2021» teils weit unter dem Durchschnitt, auch Blinker und Frontbeleuchtung sind besser als der Klassenschnitt, die Bremsanlage zeigt wenig Auffälligkeiten.

Schwächen: Der ADAC moniert neben dem kleinen Kofferraum und der geringen Zuladung (270 Kilo) das «steifbeinige» Fahrwerk und schlechte Geräuschdämmung. Bei der HU zeigt sich das Abblendlicht laut Tüv-Report oft verstellt, auch Rost an der Auspuffanlage tritt überproportional oft auf.

Pannenverhalten:

Das Urteil des ADAC fällt deutlich aus: In der Pannenstatistik des Clubs schneide das Mini-Auto «fast durchgehend schlecht» ab. Nur Modelle des Erstzulassungsjahre 2017 schafften es dort ins hintere Mittelfeld. Pannenschwerpunkte bilden Antriebsriemen (2014),Batterien (2015 bis 2019) sowie Zündkerzen (2014).

Motoren: Benziner (Dreizylinder, Heckantrieb): 45 kW/61 PS bis 80 kW/109 PS (hinzu kommt die limitierte Brabus Ultimate 125 mit 92 kW/125 PS); Elektro (Heckantrieb): maximal 60 kW/81 PS.

Marktpreise laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Fortwo Coupé (2014); 66 kW/90 PS (Dreizylinder); 85.000 Kilometer; 5150 Euro. - Fortwo Coupé Brabus (2017); 80 kW/109 PS (Dreizylinder); 53.000 Kilometer; 14.200 Euro. - Fortwo Cabrio (2018); 52 kW/71 PS (Dreizylinder); 42.000 Kilometer; 10.500 Euro.

© dpa-infocom, dpa:211129-99-188758/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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