Der Mazda6 im Gebrauchtwagen-Check

20.07.2021
Wer eine klassische Limousine in der Mittelklasse sucht, kann bei Mazda fündig werden. Die Japaner haben den Mazda6 im Programm, der seit 2002 den 626 ersetzt. Was kann die Drittauflage gebraucht?
Schwungvolle Schnitte: Das Blechkleid des Mazda6 ist nach Mazdas Designsprache Kodo gestaltet, die seit Anfang der 2010er Jahre bei den Japanern zur Anwendung kommt. Foto: Mazda/dpa-tmn
Schwungvolle Schnitte: Das Blechkleid des Mazda6 ist nach Mazdas Designsprache Kodo gestaltet, die seit Anfang der 2010er Jahre bei den Japanern zur Anwendung kommt. Foto: Mazda/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Unter den Modellen mit klassischer Karosserie - SUV ausgenommen - ist der Mazda6 das Flaggschiff des Herstellers. Unter den Marken aus Japan sticht Mazda mit einem eigenwilligen Design hervor.

Das verpasst auch dem Sechser dank langer Motorhaube und geduckter Silhouette einen exotischen Touch. Bei der Hauptuntersuchung (HU) zeigt er mehr Stärken als Schwächen.

Modellhistorie: 2002 brachte Mazda seinen ersten Sechser, 2008 rückte die Zweitauflage nach. 2012 debütierte die hier betrachtete Drittauflage. Diese erhielt mit Änderungen von Cockpit, Komfortmerkmalen und Außendesign, der Überarbeitung von Motoren und Antrieb sowie der Modernisierung der Assistenzsysteme 2015 und 2017 ihre Modellpflegen.

Karosserievarianten: Der Mazda6 ist ein Typ alter Schule - es gibt ihn als Stufenhecklimousine und Kombi.

Abmessungen (laut ADAC): 4,81 m bis 4,87 m x 1,84 m bis m x 1,45 m bis 1,48 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 489 l (Kombi: 522 l bis 1664 l).

Stärken: Straffes Fahrwerk, kerniges Design: Der Sechser wendet sich an sportlich orientierte Fahrer, kann aber auch gut Gepäck und Ladung aufnehmen. Bei der HU geben Antriebswellen, Federn und Dämpfer sowie die Lenkung «keinen Anlass zur Sorge», so der «Auto Bild Tüv Report 2021». Die Blinker gehen meist ohne Beanstandung durch, überdurchschnittlich gut sind in allen Jahrgängen die Mängelquoten für Ölverlust und den Auspuff. Die Abgasuntersuchung (AU) besteht der Sechser meist.

Schwächen: Ganz klar die Bremsscheiben, die bei den ersten beiden HU-Terminen mit deutlich erhöhten Mängelquoten auffallen. Ebenfalls markant: das zu oft verstellte Abblendlicht.

Pannenverhalten: Der ADAC diagnostiziert bei Modellen der Erstzulassungsjahre 2012 und 2014 ein mittelmäßiges Abschneiden, doch «die anderen Jahren sind gut.» Pannenschwerpunkte in der ADAC-Statistik sind Antriebsriemen (2014) und Batterie (2012).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 107 kW/145 PS bis 143 kW/194 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 110 kW/150 PS und 135 kW/184 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Mazda6 2.0 Skyactiv-G Prime-Line Kombi (2016); 107 kW/145 PS (Vierzylinder); 89 000 Kilometer; 12 050 Euro.

- Mazda6 2.5 Skyactiv-G Sports-Line (2018); 143 kW/194 PS (Vierzylinder); 57 000 Kilometer; 21 600 Euro.

- Mazda6 2.2 CD Skyactiv-D Exclusive-Line Kombi (2019); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 46 000 Kilometer; 21 450 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210720-99-448026/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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