Der Ford Fiesta (2008 bis 2017)

06.04.2021
Je älter, desto unauffälliger gilt beim Ford Fiesta. Der Kleinwagen macht insgesamt für die Prüfer eine durchschnittliche Figur.
Das Massenmodell ist in der Pannenstatistik im guten Mittelfeld zu finden. Foto: Ford AG/dpa-tmn
Das Massenmodell ist in der Pannenstatistik im guten Mittelfeld zu finden. Foto: Ford AG/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Der Fiesta ist ein Kleinwagenklassiker - allein, weil er schon so lange auf dem Markt ist. Der Konkurrent von VW Polo, Opel Corsa oder Renault Clio verkauft sich beständig. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) finden sich mängelfreie Exemplare überdurchschnittlich oft unter älteren Fiestas.

Modellhistorie: Der Ur-Fiesta kam 1976 heraus, die hier betrachtete siebte Generation wurde 2008 vorgestellt. Es gab sie neu bis 2017 in den Showrooms. Zuletzt gab es 2012 ein Facelift. In- und Exterieur wurden überarbeitet, die Motoren sparsamer. Zum Sommer 2017 kam die achte Auflage in den Handel.

Karosserievarianten: Der Fiesta ist ein Kleinwagen im typischen Format mit Steilheck als Drei- und Fünftürer.

Abmessungen (laut ADAC): 3,95 m bis 3,97 m x 1,72 m x 1,48 m bis 1,50 m (L x B x H),Kofferraumvolumen: 290 l bis 979 l.

Stärken: Das straffe Fahrwerk, lässt kaum Komfort vermissen. Zumindest der ST ist ein ganz schön Schneller. Ansonsten ein Kleinwagen mit Qualitäten im Alter: «Proportional betrachtet absolviert der Fiesta die Tüv-Prüfung umso besser, je älter er wird», schreibt der «Auto Bild Tüv Report 2021». Lob kassieren die unauffälligen Antriebswellenmanschetten, auch die Bremsbauteile sind haltbar.

Schwächen: Die Rundumsicht lässt zu wünschen übrig sowie bei der HU marode Lenkgelenke in allen Baujahren. Bei der vierten HU gibt es viele Mängel an der Lenkung, und die Achslager schwächeln. Schon bei der zweiten HU nach fünf Jahren werden überdurchschnittlich oft Federbrüche entdeckt, vergleichsweise junge Fiestas haben Schwächen bei der Bremsfunktion. Oft defekt sind die Leuchtmittel; die Durchfallquote bei der Abgasuntersuchung (AU) liegt im Alter leicht über dem Durchschnitt.

Pannenverhalten: Der Fiesta steckt laut ADAC je nach Alter «im vorderen Mittelfeld» seiner Pannenstatistik. Teils schneide er gut ab. Pannenschwerpunkte: schlappe Batterie bei Autos mit Erstzulassung in den Jahren 2012 und 2017, Zündkabel (2008 bis 2010, 2012) sowie die Zündkerzen (2012).

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 44 kW/60 PS bis 147 kW/200 PS. Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 51 kW/70 PS bis 70 kW/95 PS; Autogas (LPG): 68 kW/92 PS

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Ford Fiesta 1.6 TDCi Trend Dreitürer (2014); 70 kW/95 PS (Vierzylinder); 115 000 Kilometer; 4975 Euro - Ford Fiesta 1.25 Ambiente Fünftürer (2015); 44 kW/60 PS (Vierzylinder); 83 000 Kilometer; 4825 Euro - Ford Fiesta 1.0 Titanium Start/Stopp Fünftürer (2016); 59 kW/80 PS (Dreizylinder); 70 000 Kilometer; 7425 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210401-99-57794/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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