Der Fiat 500 in Neuauflage

09.11.2020
Fiat startet in die Elektromobilität und setzt dabei auf sein wichtigstes Modell. In Konkurrenz zum Mini E, Honda E oder dem elektrischen Opel Corsa gibt es einen neuen 500 als E-Auto.
Fiat lässt den neuen 500 als elektrisches Trio in drei Karosserievarianten auftreten. Foto: Alessandro Altavilla/FCA Group/dpa-tmn
Fiat lässt den neuen 500 als elektrisches Trio in drei Karosserievarianten auftreten. Foto: Alessandro Altavilla/FCA Group/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Fiat startet eine neue Generation seines Kleinwagens 500 - und dieser rollt vorerst nur als E-Auto vor. Die Preise beginnen bei 34 900 Euro für eine besonders gut ausgestattete Start-Edition, die noch in diesem Jahr ausgeliefert wird. Wenn Anfang 2021 das Basismodell nachgereicht wird, ist der Fiat 500E ab 23 560 Euro zu haben, so der Hersteller.

Auf bislang unbestimmte Zeit bauen die Italiener die aktuelle Generation mit ihren Mild-Hybrid-Benzinern parallel weiter.

Bis zu 314 Kilometer Reichweite sind theoretisch drin

Unter der Haube gibt es zwei Optionen: Standard sind ein E-Motor mit 87 kW/118 PS und 220 Nm für maximal 150 km/h sowie ein Akku von 42 kWh, der im WLTP-Zyklus für bis zu 314 Kilometer reichen soll.

Im Basismodell müssen sich die Kunden mit 70 kW/95 PS und 23,8 kWh begnügen. Damit sind laut Hersteller bis zu 135 km/h und maximal 180 Normkilometer möglich. Geladen werden die Akkus im besten Fall mit 85 kW Gleichstrom, was sie in 35 Minuten zu 80 Prozent füllen kann.

Der neue 500 wächst gegenüber dem laufenden Modell in jeder Dimension um ein paar Zentimeter, streckt sich nun auf 3,63 Meter und misst in der Breite 1,68 Meter. Das Infotainment-System auf dem Touchscreen in der Mittelkonsole arbeitet nun online und bindet Smartphones kabellos ein.

Die Assistenzsysteme beherrschen nun das autonome Fahren nach Level 2: So werde der Fiat 500 zu einem der ersten Kleinwagen, in denen der Fahrer zumindest kurz die Hände vom Lenkrad nehmen kann, so der Hersteller.

Der 500 bekommt eine dritte Tür

Genau wie die aktuelle Generation kommt auch die neue als geschlossenes Modell und als Cabrio. Neu ist allerdings eine dritte Karosserievariante, die Fiat 3+1 nennt.

Um den Kleinwagen für Hinterbänkler attraktiver zu machen, schneiden die Italiener dort auf der Beifahrerseite eine dritte Tür ins Blech. Die öffnet sich gegenläufig zur vorderen und vergrößert ohne störende B-Säule den Einstiegsbereich. Der Aufpreis dafür liegt bei 2000 Euro. Das Cabrio ist noch einmal 1000 Euro teurer, so der Hersteller weiter.

© dpa-infocom, dpa:201109-99-272055/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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