Der Chevrolet Spark (seit 2010)

03.12.2019
Der kleine Spark aus dem Hause Chevrolet wurde in Deutschland zum letzten Mal vor vier Jahren als Neuwagen verkauft. Als Gebrauchtwagen ist der kompakte Flitzer nur mit Vorsicht zu genießen.
Autozwerg aus zweiter Hand: Der Spark gilt Experten als günstig, komfortabel und pannensicher. Bei der HU wird es manchmal aber eng für den Chevrolet aus Korea. Foto: Chevrolet/dpa-tmn
Autozwerg aus zweiter Hand: Der Spark gilt Experten als günstig, komfortabel und pannensicher. Bei der HU wird es manchmal aber eng für den Chevrolet aus Korea. Foto: Chevrolet/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Der Chevrolet Spark ist ein Kleinwagen aus südkoreanischer Fertigung, gebaut in einem Werk von General Motors Korea. Seit sich Chevrolet 2014 vom europäischen Markt bis auf wenige Modelle zurückgezogen hat, ist der Spark hierzulande über Vertragshändler nicht mehr als Neuwagen zu haben.

Das ist im Fall des Autozwergs mit dem amerikanischen Signet aber eher schlecht: Denn der «Auto Bild Tüv Report 2020» attestiert dem Modell eine «unterdurchschnittliche Langzeithaltbarkeit». Bei Gebrauchten muss man also ganz genau hinsehen.

Modellhistorie: Als Nachfolger des ebenso kleinen Matiz seit 2010 auf dem Markt. 2012 brachte das Facelift eine neue Frontschürze und ein aufgefrischtes Interieur, aber keine grundlegenden technischen Änderungen. Letzte Neuwagen aus Restbeständen wechselten in Deutschland 2015 den Besitzer.

Abmessungen: 3,64 m x 1,60 m x 1,55 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 170 l bis 994 l (dachhoch mit umgeklappter Rücksitzbank).

Karosserievarianten: Der Spark hat vier Türen plus Heckklappe. Die zuletzt auf seiner Basis entwickelte knubbelige Stufenhecklimousine gibt es in Europa nicht zu kaufen.

Stärken: Der Spark ist allem voran ein günstiger Gebrauchtwagen. Sein Fahrwerk ist recht komfortabel, die Antriebswellen sind robust, weitestgehend mängelfrei bleiben bei der Hauptuntersuchung (HU) auch Blinker, Warnblinkanlage sowie Bremsleitungen und -scheiben.

Schwächen: Allzu häufig viele Mängel. Laut «Auto Bild Tüv Report 2020» sind bei der zweiten und dritten HU Federn und Dämpfer häufige Kritikpunkte, Abblendlicht und hintere Beleuchtung weisen über alle Jahrgänge Mängel auf. Gleiches gilt für die Fußbremse. Auch Ölverlust und Rost an der Auspuffanlage ziehen sich durch alle Jahrgänge.

Pannenverhalten: Was auf dem Prüfstand durchfällt, muss offenbar nicht sofort zu Pannen führen. Denn der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: «Der Spark wird nicht in allen Jahren veröffentlicht, zeigt aber generell ein gutes Bild.» Als Pannenschwerpunkte nennt der Club defekte Batterien an Exemplaren mit Erstzulassungsjahr 2010 sowie feuchte Zündkerzen, ebenfalls 2010.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 50 kW/68 PS und 60 kW/82 PS; beide auch als Autogasversion.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Spark 1.0 LS (2014); 50 kW/68 PS (Vierzylinder); 64 000 Kilometer; 4325 Euro. - Spark 1.2 LS+ (2012); 60 kW/82 PS (Vierzylinder); 85 000 Kilometer; 4250 Euro .- Chevrolet Spark 1.2 LS+ EcoLogic (2012); 60 kW/81 PS (Autogas;Vierzylinder); 85 000 Kilometer; 5575 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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