Der Audi A6 fährt lange zuverlässig

21.01.2020
Dass der Audi A6 oft als Dienstwagen genutzt wird, liegt nicht nur an seinem seriösen Auftreten. Tüv und Pannenstatistik bestätigen: Auf ihn ist auch lange Verlass. Kleine Schwächen zeigt er dennoch.
Bei der Pannenstatistik schneidet der A6 (2011-2018) gut bis sehr gut ab. Foto: Audi AG/dpa-tmn
Bei der Pannenstatistik schneidet der A6 (2011-2018) gut bis sehr gut ab. Foto: Audi AG/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Der Audi A6 zählt zu den beliebtesten Firmenwagen in Deutschland. Gebrauchtkäufer müssen bei dem Modell der oberen Mittelklasse daher oft hohe Tachostände hinnehmen.

Dafür bekommen sie rollende Zuverlässigkeit. Denn die vierte Generation gilt als technisch noch einmal langlebiger als die Vorgängergeneration. «Zwischen beiden A6 liegt bei der Hauptuntersuchung eine Welt», schreibt der «Auto Bild Tüv Report 2020».

Modellhistorie: Der A6 in Viertauflage kam 2011 in den Verkauf und wurde 2018 abgelöst. Zur Halbzeit 2014 gab’s ein Facelift mit Änderungen am Außendesign und der Multimedia-Ausstattung. Überarbeitet wurde auch die Modellpalette.

Karosserievarianten: Neben der viertürigen Limousine gibt es den A6 als Kombi (Avant) sowie diesen auch als hochliegende Version mit Allradantrieb und Schutzbeplankung (Allroad). Das Coupé wird als eigenständige Baureihe A7 vermarktet und der Oberklasse zugerechnet.

Abmessungen: 4,92 m bis 5,04 m x 1,87 m bis 1,94 m x 1,43 m bis 1,53 m bis (LxBxH); Kofferraumvolumen: 530 l bis 995 l (Stufenheck; Vollhybrid: 375 l bis 850 l); 565 l bis 1680 l (Kombi).

Stärken: Der A6 bietet viel Fahrkomfort, lässt sich aber auch agil fahren - was insbesondere für die sportlicheren Versionen bis hin zum S6 und RS6 gilt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) ist das Mängelpotenzial sowohl beim Fahrwerk, der Beleuchtung als auch den allermeisten Bremsbauteilen sehr gering, so der Tüv-Report.

Schwächen: Bei der HU leistet er sich also kaum Patzer. Hier und da stellen die Prüfer poröse Bremsschläuche fest. Bei der zweiten HU gibt es manchmal geringe Abzüge bei Achsfedern und Dämpfern, was aber kaum als typische Schwäche durchgeht. Beim dritten Check gibt es schon mal die Bitte, bei der Auspuffanlage nachzubessern.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: «Der A6 schneidet zumeist gut, in einigen Jahren sogar sehr gut ab.» Wirkliche Pannenschwerpunkte? Fehlanzeige.

Motoren: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder, Front- und Allradantrieb): 132 kW/180 PS bis 445 kW/605 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 110 kW/136 PS bis 240 kW/326 PS; Hybrid (Vierzylinder + E-Motor, Frontantrieb): 180 kW/245 PS Systemleistung

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - A6 3.0 TDI quattro (2012); 150 kW/204 PS (Sechszylinder); 169.000 Kilometer; 13.350 Euro (Avant: 13.950 Euro). - A6 2.8 FSI (2013); 150 kW/204 PS (Sechszylinder); 130.000 Kilometer; 14.000 Euro (Avant: 15.150 Euro). - A6 2.0 TFSI hybrid (2014); 180 kW/245 PS (Vierzylinder + E-Motor); 112.000 Kilometer; 20.000 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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