Das verspricht die Bentley-Studie EXP 100GT

11.07.2019
Das Auto der Zukunft mag elektrisch und vielleicht auch autonom fahren, soll aber weiterhin Luxus bieten - das jedenfalls glaubt Bentley und gibt dieser Hoffnung zum 100. Geburtstag der Marke mit einer visionären Studie Gestalt.
Luxuriöse Elektrosause von übermorgen: Mehr als 300 km/h schnell soll der EXP 100GT laut Bentley fahren können. Foto: Bentley/dpa-tmn
Luxuriöse Elektrosause von übermorgen: Mehr als 300 km/h schnell soll der EXP 100GT laut Bentley fahren können. Foto: Bentley/dpa-tmn

Crewe (dpa/tmn) - Die britische VW-Tochter Bentley zeigt zum 100. Geburtstag der Marke mit einer visionären Studie den elektrischen Luxus der Zukunft. Der rund 5,80 Meter lange EXP 100GT hat riesige Flügeltüren und einen variablen Innenraum für zwei bis vier Personen.

Der Wagen fährt am Stammsitz in Crewe rein elektrisch mit je einer E-Maschine pro Rad vor. Sie bietet mit 1000 kW/1360 PS Systemleistung genügend Kraft für standesgemäße Fahrleistungen, sagt Firmenchef Adrian Hallmark. Obwohl rund zwei Tonnen schwer, soll er in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und ein Spitzentempo von mehr als 300 km/h erreichen. Dabei stellt Bentley für die neuen Feststoff-Batterien eine Reichweite von 700 Kilometern in Aussicht und avisiert Ladezeiten von 15 Minuten für 80 Prozent.

Zwar will Bentley weiter der Lust am Fahren frönen und experimentiert deshalb auch mit einem neuen, noch agileren Allradantrieb. Doch in der Vision für das Jahr 2035 kann sich der Fahrer auch zurücklehnen und stattdessen die Bordelektronik zum Chauffeur machen.

Dann genießt er neue Lichtspiele aus Glasfasern, die Sonnenlicht einfangen, verfolgt die Fahrt auf Projektionen auf der großzügigen Verglasung und lässt die Seele in einem Ambiente baumeln, das Nachhaltigkeit und Luxus vereinen soll. Statt Leder gibt es organische Stoffe aus Abfällen aus dem Weinbau, und die Teppiche sind aus britischer Schafswolle gewoben.

Zwar ist der EXP 100GT nur eine Vision für den Luxusliner von übermorgen und in vielen Details überzeichnet. Doch zumindest die Elektrifizierung nimmt bei Bentley bereits konkrete Formen an, sagt Hallmark. Im Geländewagen Bentayga kann man bereits einen Plug-in-Antrieb bestellen.

Bis Ende 2023 soll es jede Modellvariante mit Steckdosenanschluss und bis 2025 das erste reine Elektroauto geben. Die Batterie sieht Bentley dabei nur als Zwischenschritt. Für Fahrzeuge mit dem Format und den Fahrleistungen eines Bentley setzt Hallmark auf eine Kombination aus Batterien und der Brennstoffzelle, die mit Strom aus Wasserstoff auch während der Fahrt den Akku nachladen kann.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Für 2021 als Serienmodell geplant: Der Crossover Audi Q4 e-tron, in Genf noch mit dem Zusatz «concept» versehen. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn Das sind die Neuheiten vom Genfer Autosalon Der Genfer Autosalon 2019 zeigt: Die Elektromobilität hat das Zeug zum Massenphänomen. Doch weil Umbrüche nicht plötzlich geschehen, dreht auch die alte PS-Welt bei der Messe in der Schweiz nochmal auf.
Ein Supersportwagen mit weit über 1000 PS: Der Mercedes-AMG Project One generiert seine Power mit einem V6-Verbrenner, aber auch vier E-Motoren. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn Die Zukunft des Autos auf der IAA Elektroantrieb oder Verbrenner? Fährt der Mensch oder die Maschine? Das Auto noch besitzen oder nur benutzen? Selten mussten sich die Autohersteller auf einer Messe so viele Fragen stellen wie auf dieser IAA. Und die Antworten könnten unterschiedlicher kaum sein.
Rustikales Debüt: Alfa Romeo wagt sich mit dem Stelvio zum ersten Mal ins Gelände. Foto: Alfa Romeo Öfter mal was Neues: Das bringt das Autojahr 2017 Vernünftige Kleinwagen, praktische Familienkutschen, trendige SUV und traumhafte Sportwagen: Auch 2017 gibt es wieder jede Menge neue Autos - und sogar das Wiedersehen mit einer fast vergessenen Marke.
Schöne neue Luxuswelt: Experten sind überzeugt, dass gerade Luxusanbieter wie auch Mercedes neue Wege beschreiten müssen, denn Größe und Glanz allein seien Statussymbole von gestern. Foto: Daimler AG Zukunft der Oberklasse: Neuen Luxus braucht das Land Das Auto der Zukunft fährt elektrisch und autonom - und das über alle Fahrzeugklassen hinweg. Da müssen sich die Luxusmarken schon etwas einfallen lassen, um sich noch von der Masse abzuheben. Das Ergebnis: Radikal andere Entwürfe - und analoge Technik im Cockpit.