Das Verletzungsrisiko im Wohnmobil verringern

20.08.2020
Derzeit ist Campen beliebt. Doch das Verletzungsrisiko ist hoch, wenn ein Wohnmobil in einen Unfall verwickelt wird. Das zeigt ein ADAC Crash-Test. Was lässt sich dagegen unternehmen?
Um das Verletzungsrisiko bei einem Unfall zu reduzieren, müssen Gegenstände im Wohnmobil richtig verstaut werden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Um das Verletzungsrisiko bei einem Unfall zu reduzieren, müssen Gegenstände im Wohnmobil richtig verstaut werden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Stößt ein Auto mit einem Wohnmobil zusammen, besteht für beide Fahrer eine hohe Verletzungsgefahr. Das zeigt ein Crash-Test des ADAC: Die Knautschzonen beider Fahrzeuge waren bei dem Frontalzusammenstoß mit 56 Stundenkilometern überfordert und komplett eingebeult.

Doch nicht nur für die Fahrer bestand ein Verletzungsrisiko, sondern auch für die hinteren Insassen im Wohnmobil, beispielsweise durch herumfliegende Gegenstände.

Verletzungsgefahr reduzieren

Der ADAC rät daher, Gegenstände im Wohnmobil sicher zu verstauen und in obere Schränke etwa nur leichte Gegenstände zu packen. Schwere Lasten gehören in den abgetrennten Kofferraum. Diese Sachen am besten nach unten legen und zusätzlich mit einem Spanngurt sichern.

Insbesondere die Küchenschränke sollten Sie zusätzlich sichern und fest mit dem Fahrgestell verbinden. Der Test zeigte, dass der Inhalt der Schränke beim Aufprall durch den Innenraum des Fahrzeugs flog - daher auf Gläser und Porzellan besser verzichten und Kunststoffbesteck verwenden.

Sicherheitssysteme funktionieren

Immerhin: Von Schränken im Heck ging keine Gefahr aus. Sie blieben verschlossen. Auch die Gasanlage unterbricht bei einem Unfall die Versorgung. Diese Sicherheitseinrichtung minimiert die Brandgefahr.

Während der Fahrt sollten Sie nichts offen hrrumliegen lassen, den Tisch vor der hinteren Sitzreihe hochklappen. Alle Wohnmobil-Insassen müssen stets angeschnallt bleiben.

Beim Kauf oder Mieten eines Wohnmobils raten die Experten dazu, auf Notbrems- und Spurhalteassistenten zu achten. Denn sie können das Risiko eines Unfalls deutlich reduzieren.

© dpa-infocom, dpa:200820-99-238309/2

ADAC: Wohnmobil-Crashtest


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kann die Campingsaison wieder starten - höchste Zeit, das Wohnmobil fit zu machen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Wohnmobil richtig reinigen Wohnmobilbesitzer freuen sich auf die Wiedereröffnung der Campingplätze. Somit ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sein Fahrzeug innen und außen auf Vordermann zu bringen.
Nicht nur Wohnungen werden als Ferienunterkünfte geteilt. Zahlreiche Sharing-Angebote gibt es inzwischen auch bei Campingfahrzeugen. Foto: Carmen Jaspersen Wohnmobile privat vermieten Viele Wohnmobile stehen die meiste Zeit im Jahr ungenutzt herum. Und viele Menschen träumen vom Urlaub im Camper, haben aber keinen eigenen. Sharing macht das Ganze zum Geschäft.
Long Vehicle: Das Fahren mit einem Anhänger-Gespann erfordert Übung und eine sehr vorausschauende Fahrweise. Foto: Lino Mirgeler/dpa/dpa-tmn Wohnwagen oder Campingmobil: Was Anfänger wissen müssen Ferien mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen am Anhänger haben Konjunktur. Anfänger sollten aber unbedingt einige Experten-Ratschläge beherzigen.
Einsteigen und losfahren mit einem guten Gefühl: Welche Versicherungen sinnvoll sind, sollten Wohnmobilurlauber vor der Abreise einmal überprüft haben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Welche Versicherungen für den Wohnmobilurlaub sinnvoll sind Bevor es mit einem Wohnmobil in den Urlaub geht, sollten Reisende den Versicherungsschutz prüfen. Die Kfz-Haftpflicht ist ein Muss - aber was ist darüber hinaus noch sinnvoll?