Das Fahrrad für die Winterpause vorbereiten

25.10.2019
Für viele ist das Fahrrad, ob rein mechanisch oder elektrisch, zum vollwertigen Verkehrsmittel geworden - im Sommer und im Winter. Doch was müssen Schönwetter-Radler beachten, wenn sie ihr Zweirad einmotten?
Soll das Rad draußen überwintern, verwenden Besitzer am besten Schutzhüllen. Foto: Luka Gorjup/www.pd-f.de/dpa-tmn
Soll das Rad draußen überwintern, verwenden Besitzer am besten Schutzhüllen. Foto: Luka Gorjup/www.pd-f.de/dpa-tmn

Göttingen (dpa/tmn) - Herbst und Winter mögen zwar auch noch schöne Tage auf Lager haben. Aber wer im Fahrrad oder Pedelec eher ein Freizeitgefährt sieht, mag in der dunklen Jahreszeit vielleicht weniger oder gar nicht mehr radeln.

Was beim Einmotten zu beachten ist, erklärt der Pressedienst Fahrrad (pd-f).

- Saubermachen: Vor dem Einmotten gilt es, den Putzlappen zu schwingen. Schmutz und Dreck können Rostgefahr bedeuten, weil sie zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen. Auch Schweiß oder Reste aus der Trinkflasche besonders sportlicher Radler können aggressiv wirken - weg damit. In der Regel reichen warmes Wasser, Fahrradreiniger und weiche Lappen und Bürsten.

- Abmontieren: Zubehör wie Navis oder Tachos und Trinkflaschen montieren Radler besser ab. Bei kalten Temperaturen könnten sie beschädigt werden, und in den Flaschen kann es schimmeln.

Akkus für den Antrieb von Elektrofahrrädern lagern besser getrennt vom Rad bei Zimmertemperatur. Sie können sich über die Zeit entladen. Am besten gehen sie mit mindestens 60 Prozent der Kapazität in die Pause. Von Zeit zu Zeit den Ladestand kontrollieren. Wer nicht umhinkommt, sein Pedelec an einem eher feuchten Ort zu lagern, deckt die Kontaktstellen für den Akku ab. Im Handel gibt es dafür spezielle Abdeckungen.

- Letzte Ölung: Vor dem Winterschlaf kommt tröpfchenweise Öl auf die gesäuberte Schaltung und die geputzte Kette, so die Experten. Dann alle Gänge einmal durchschalten. Überschüssiges Öl nimmt ein trockener Lappen wieder auf. Abschließend möglichst auf das kleinste Ritzel schalten. Das verringere die Spannung auf das Schaltwerk.

- Aufpumpen: Stehen die Räder platt über den Winter, können die Reifen Schaden nehmen. Daher immer mit dem richtigen Druck aufpumpen und in Abständen kontrollieren. Die Reifen verlieren auch im Stand etwas Luft. Angaben zum korrekten Druck finden sich auf der Reifenflanke. Ohne Druckstellen kommt das Fahrrad hängend an der Wand durch den Winter. Dafür gibt es spezielle Wandhalterungen, aber nicht jeder hat den nötigen Platz.

- Keller oder Garage: Ideal ist laut pd-f ein möglichst trockener Abstellraum, etwa ein Keller. Die Temperatur sollte dort möglichst wenig schwanken. Abdeckplanen verhindern zusätzlich, dass geölte oder geschmierte Teil Staub anziehen.

Solche Verhüllungen oder spezielle Fahrradgaragen sind auch gut für alle, die ihr Rad im Freien überwintern lassen müssen. Die Plane sollte man aber von Zeit zu Zeit lüften, denn darunter kann sich Feuchtigkeit sammeln. Draußen sollte der Abstellplatz gut geschützt und überdacht sein.

Eine normale Garage ist gar nicht so ideal. Besonders dann, wenn sich die Fahrräder den Raum mit dem Auto teilen müssen. Die Gefahr: Autos können im Winter durch Schneematsch Feuchtigkeit und Salz an die Luft abgeben und so die Rostgefahr erhöhen. Dann besser auch hier mit Abdeckungen und Planen arbeiten sowie regelmäßig lüften und Feuchtigkeit von der Oberflächen nehmen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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